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Rhein-Zeitung vom 04.10.2023: 2 x TuS Asbach
SG Westerburg siegt in Asbach und ist Spitzenreiter

Asbach. Die SG Westerburg/Gemünden/Willmenrod bleibt die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Bezirksliga Ost. Die Mannschaft von Trainer Thomas Schäfer feierte mit einem 2:1(1:1)-Erfolg beim TuS Asbach ihren fünften Sieg und Serie und steht nun folgerichtig wieder an der Spitze der Tabelle. Der „Spieler des Tages“ war Tobias Schnabel, der mit seinem Doppelpack fast im Alleingang für den Ausbau der Siegesserie sorgte.

„Man hat heute gesehen, dass die SG Westerburg über eine hohe individuelle Qualität verfügt und zurecht ganz oben steht. Der Kader hat eben genau diese Unterschiedsspieler, die es braucht, damit man um den Titel mitspielen kann“, gestand Asbachs Trainer Simone Floris nach den 90 Minuten unumwunden ein. Genau diese Unterschiedsspieler machten das Spielgeschehen an diesem Nachmittag aus. Einzig an der Vollendung fehlte es bei den Gästen oftmals. Diese hatten vom Anpfiff weg die Initiative auf dem Platz übernommen. Nur das Erfolgserlebnis sollte sich zunächst nicht einstellen. Egal wer sein Glück versuchte. Paul Reichelt, Anton Ebers, Devin Mohr oder aber auch der spätere Doppeltorschütze Schnabel. Sie alle scheiterten am eigenen Unvermögen oder aber an dem gut aufgelegten Benedikt Buda im Tor des TuS Asbach.

„Westerburg hätte zur Pause deutlich führen können“, gestand Floris in seiner Spielanalyse ein. Genau diese Führung gelang urplötzlich den Hausherren. Auslöser war ein unnötiger Ballverlust der Kombinierten im Mittelfeld der eigenen Hälfte. Jan Kowalski nutzte diese Nachlässigkeit, schnappte sich den Ball und traf nach kurzem Zwischenspurt ins Schwarze. Die Freude darüber hielt jedoch gerade mal 40 Sekunden an. Denn genauso lange brauchte Schnabel um auszugleichen. Anstoß, Pass auf David Gläser der auf der rechten Seite unbedrängt davonzog, und den Ball auf den Westerburger Torjäger querlegte. Und Schnabel vollendete zum hochverdienten Ausgleichstreffer.

„Ein Glück, dass es uns hier sofort gelungen ist, den Schalter umzulegen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits Riesenchancen liegen gelassen und hätten uns vielleicht schwergetan, um ins Spiel zurückzufinden“, ärgerte sich Thomas Schäfer zumindest über die schwache Ausbeute seiner Angriffsreihe in den ersten 45 Minuten. Das Spiel seiner Mannschaft dagegen war mehr als ansehnlich. Mit schnellem Kurzpassspiel, meist über die rechte Seite, versuchten die Gäste die Asbacher Abwehr zu knacken. Doch bis zur Pause stellte sich kein weiteres Erfolgserlebnis ein.

Und auch nach dem Wechsel blieb die Partie zunächst eine einseitige Angelegenheit. David Gläser, Tim Buchmann und auch Schnabel versuchten zunächst weiterhin vergeblich ihr Glück. Letzterer setzte schließlich ein Mal auf Eigeninitiative und sorgte nach einem sehenswerten Alleingang über die linke Seite für den entscheidenden Treffer des Spiels.

Dass es am Ende beim knappen 2:1-Erfolg für die Gäste blieb, wurde zum Schluss dank eines engagierten Auftritts der Gastgeber in der Schlussviertelstunde noch ein kleines Geduldsspiel. Und letztlich auch noch ein wenig zur Glücks als Fabian Eckloff in der Schlussminute einen Freistoß noch an den rechten Außenpfosten setzte. Aber es blieb beim knappen Vorsprung und somit beim Sieg des neuen Spitzenreiters SG Westerburg.

„Man hat hier in den letzten 20 Minuten gesehen, dass der TuS Asbach durchaus in der Lage ist, mitzuhalten“, fand Schäfer lobende Worte für den Auftritt des Aufsteigers. Lobende Worte hatte auch der Asbacher Coach noch für seine Mannschaft übrig: „Natürlich ist der Sieg über die gesamte Spielzeit gesehen verdient. Uns ist es erst nach der Pause gelungen, die Partie ausgeglichener zu gestalten. Daher bin ich auch stolz auf mein Team das bis zum Schluss aufopferungsvoll gekämpft hat.“

Tore: 1:0 Jan Kowalski (36.), 1:1, 1:2 Tobias Schnabel (37., 64.) – Zuschauer: 180

TuS Asbach: Benedikt Buda – Funk, Bruns, Christiansen, Sereda (57. Ditscheid) – Manuel Buda (78. Konrady), Hermann, Eckloff, Lorenz (57. Amelong) – Germscheid, Kowalski. (57. Pecoraro)

Tom Hardt (RZ v. 04.10.23)

TuS Asbach II - Sportfreunde Ingelbach 2:2 (1:0)

Der Asbacher Coach Sebastiano Ferro hatte ein Chancenverhältnis von 18:3 gezählt: „Unsere Leistung war unterirdisch. Pfosten, Latte, das leere Tor nicht getroffen oder den Torwart angeschossen. Vier Bälle sind verschwunden und vermutlich im Kornfeld gelandet. Das war ein äußerst glücklicher Punkt. Mit unserer Tagesleistung hatten wir eigentlich nichts verdient gehabt.“

Tore: 1:0 Marco Huhn (6.), 1:1, 1:2 René Pascal Nagel (57., Handelfmeter, 68.), 2:2 Matthias Kitke (87.) - Zuschauer: 40.

Daniel Korzilius (RZ v. 04.10.23)

05.10.2023 09:54:47
Karl Meidl
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Kategorie: Fussball-Senioren