TUS 1882 Asbach

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TUS-Veteran Lothar Schumacher im Interview
Introtext zu Lothar (Karl Meidl)

Lothar Schumacher (Jahrgang 1964) gehört durch seine ruhige Art und durch seine ständige Hilfsbereitschaft zu den sympathischsten Menschen im TuS. Er stammt aus Hinterplag und hat sportbegeisterte Geschwister. Seine Schwester Claudia hat Fußball gespielt und ist heute noch in der Breitensport-Abteilung aktiv. Und sein Bruder Jürgen leitet die Badminton-Abteilung.

Mit zehn Jahren begann er beim TuS mit dem Fußball und durchlief sämtliche Jugendmannschaften. Natürlich gab es damals noch keine Disco im Asbacher Land. Daher waren, wie er selber sagt, die Partys bei ihm überaus beliebt und trugen viel zur Festigung des jeweiligen Mannschaftsgefüges bei.

Im Seniorenbereich war er bis auf einige wenige Einsätze in der Ersten Stammspieler in der Asbacher Zweiten. Leider ist aus dieser Zeit nichts mehr im TuS-Archiv zu finden. Seine „Pöstchen“ bei den Alten Herren zählte er ja selber auf.

Da deren Spielberichte seit 2003 online sind, findet man immer wieder etwas über ihn. So am 11.10.2003: „Lothar Schumacher spielt TONI“! Für die Jüngeren, gemeint war Lothars Namensvetter Toni Schumacher, Torwart beim FC. Auch als Schiedsrichter taucht er immer wieder in den AH-Berichten auf.

Mit einem Wort: Lothar hilft überall aus! Seine AH-Kameraden beschreiben ihn als „kopfballstark, einsatzfreudig, immer ansprechbar und als FC-Bayern-Fan“ (AH-Info auf der TuS-Homepage). Leider verpasste er aus beruflichen Gründen ein weiteres AH-Highlight, nämlich das Spiel gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Köln (siehe die Veteran-Kolumne von Günnar!).

Und seit 20 Jahren gehört er dem TuS-Vorstand an und ist nebenbei „Vereinswirt“. In dieser Eigenschaft betreut er das neue Asbacher Sportlerheim, das – ohne Übertreibung – eins der schönsten Klubheime im gesamten Kreisgebiet ist.

Tristan's und Waldi's Fragen an Lothar

Hallo Lothar, die jüngeren Asbacher kennen dich vor allem bei den Senioren-Heimspielen als Organisator hinter der Theke. Kannst du den Lesern von deinen Zeiten als aktiver Spieler und aus den Zeiten nach deiner Spielerkarriere berichten? Kickst du auch heute noch manchmal mit oder wie hältst du dich so jung und fit?

Ich habe 1974 in der TuS-Jugend angefangen. Höhepunkte in dieser Zeit waren die Touren über Pfingsten mit der kompletten Jugend an den Kaiserstuhl, die der damalige Jugendleiter Uli Albat mehrere Jahre organisiert hat.

Danach habe ich die meiste Zeit in der Zweiten gespielt, mit ein paar Ausnahmen in der Ersten. Zu dieser Zeit habe ich auch noch die A II- und B II-Jugend gecoacht. Danach bin ich altersgemäß ins AH-Lager gewechselt, dem ich heute noch angehöre.

Hier habe ich alles gemacht: Spieler, Capitano, Knobelkassenführer, bishin zum Abteilungsleiter. Seit 2001 bin ich Kassierer beim TuS. Daher kennen mich die meisten Asbacher Fußball-Anhänger.

Welche Anekdote aus Deiner Asbacher Zeit ist dir immer noch präsent und würdest Du uns erzählen?

Eine Anekdote aus der Neuzeit hätte ich. Beim AH-Elfmeterturnier 2019 war ich Mitglied im OLD Star Team. Beim 2. Elfmeter merkte ich, dass mir ein Oberschenkelmuskel gerissen war. Da wir bereits diverse Ausfälle in unserem Team hatten, habe ich bis zum Schluss weitergemacht, wenn auch nur noch mit der linken Pike.

Der Bluterguss am nächsten Tag war so groß, dass er eine Woche später im Urlaub auf Malle noch gut sichtbar war. Am Pool wurde ich dann von verschiedenen Leuten angesprochen, ob ich einen schweren Unfall gehabt hätte. Meine Antwort: Nein, ich habe nur einen Elfmeter geschossen. Kopfschütteln! Die Blicke hättet ihr sehen sollen!

Welcher Moment/Welches Spiel war Dein Höhepunkt beim TuS?

Höhepunkt für mich war natürlich das Spiel mit der AH gegen die LOTTO-Elf.

Zu welchen Personen hattest Du zu Deiner TuS-Zeit ein besonderes Verhältnis? Hast Du heute noch Kontakt zu ehemaligen Mitspielern oder Trainern?

Ich glaube, ich hatte in meiner Zeit mit fast allen ein gutes Verhältnis. Eine besondere Zeit war für mich die B- und A-Jugendzeit, da wir da sehr viele Partys gefeiert haben. Unvergessen die Partys bei mir zuhause in der alten Bar.

Verfolgst du die sportliche Entwicklung deines alten Vereins? Wenn ja, wie?

Ich bin ja, wie ihr wisst, heute noch bei fast jedem Heimspiel präsent. Ich kümmere mich um die Getränke und die Verpflegung bei den Heimspielen und erstelle den Dienstplan mit den AH-Spielern. Da ich auch Kassierer bin, gehört das Kassieren der Eintrittsgelder zu meinem Job.

Bildergalerie

10.03.2021 17:16:51
Eric Herber
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TUS-Veteranen