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RZ (25.07.): Interview mit Daniel Buballa

Buballa: Bundesliga bleibt das Ziel


Asbacher fühlt sich in Aalen weiterhin wohl

Aalen. Der aus Asbach stammende Daniel Buballa zählte in der vergangenen Saison zu den
Senkrechtstartern der 2. Fußball-Bundesliga. Nach seinem Wechsel vom FSV Mainz 05 II zum
VfR Aalen fehlte er in 34 Spielen nur drei Mal, bedingt durch die Auswirkungen einer Grippe.
Auch beim Saisonauftakt 2013/14 am vergangenen Samstag in Sandhausen (Endergebnis: 0:0)
stand Buballa wieder in der Anfangsformation und zeigte eine starke Leistung. Über seine
sportlichen Ziele und die neue Zusammenarbeit mit seinem in Linz wohnenden Trainer Stefan
Ruthenbeck äußerte sich Buballa im Interview.

Sind Sie mit Ihrem Auftritt beim torlosen Unentschieden in Sandhausen zufrieden?
Wichtig für mich als Abwehrspieler ist, dass wir kein Gegentor kassiert haben. Wir hatten
über 90 Minuten gesehen die größeren Spielanteile. Ich hätte natürlich lieber drei Punkte
gewonnen. Dann wären auch die Kritiker etwas ruhiger geworden. Doch auch so bin ich
zufrieden.


Warum sehen Sie den VfR Aalen in dieser Saison möglicherweise größerer Kritik ausgesetzt?
Unsere finanzielle Situation war vor einigen Wochen in aller Munde und Medien. Viele
versuchen, die finanzielle Diskussion nun auf das Sportliche zu übertragen. Doch wir haben
eine gute Mannschaft, trotz einiger hochkarätiger Abgänge. Vielleicht hat der Kader in der
Breite etwas an Qualität verloren. Doch wir verfügen immer noch über 13 bis 14 sehr gute und
erfahrene Spieler. Im Laufe der Saison werden sich mit Sicherheit noch einige unserer Talente
positiv entwickeln und so den Kader sportlich aufwerten.


Mit dem in Linz wohnenden Stefan Ruthenbeck übernahm ein Trainer aus Ihrer direkten
Heimatnähe das Zepter in Aalen. War der Wechsel positiv oder negativ für den Fußballer
Buballa?
Vorteile habe ich dadurch mit Sicherheit keine. Ob ich spiele oder nicht, ist reine
Leistungssache. Doch ich freue mich für Stefan, dass er auch den Sprung in die 2. Liga
geschafft hat und wir jetzt gemeinsam in Aalen arbeiten dürfen. Übrigens, als ich noch
Jugendspieler in Asbach war hatte er mich schon einmal zum Probetraining nach Mayen
eingeladen. Damals war er nicht zufrieden. Doch ich glaube, bis zum heutigen Tag haben wir
uns beide weiter entwickelt.


Gibt es trotz des neuen Arbeitsverhältnisses Trainer/Spieler weiter eine Fahrgemeinschaft am
Wochenende in die Heimat?
Natürlich. Wenn es sich ergibt, nimmt er mich mit. Das wäre doch alleine aus ökologischen
Gründen reiner Schwachsinn, wenn wir getrennt fahren würden. Stefan ist seiner menschlichen
Linie absolut treu geblieben.


Ihre Karriere ging in den vergangenen Jahren stetig nach oben. Ist die 2. Liga nun Endstation?
Durch meine vielen Spiele und das drohende Aus im Lizenzierungsverfahren gab es einige
Anfragen. Als Stammspieler von Aalen hätte ich in der 2. Liga sicher etwas Neues gefunden.
Doch die Bundesliga bleibt mein großes Ziel. Das wird natürlich schwer und wäre ein weiterer
Riesenschritt, da ich mit 23 Jahren nicht mehr als Talent gelte. Es gibt ja genügend Spieler, die
so über die 2. Liga nicht hinaus gekommen sind.


Mit Stefan Krämer schaffte ebenfalls ein Trainer aus Ihrer Heimatregion mit Arminia Bielefeld
den Sprung in die 2. Liga. Er hat sie damals als Spieler von der Kreisliga in die Oberliga geholt.
Gibt es noch Kontakt?
Wir haben immer noch einen guten Draht. Ich freue mich für Stefan, dass er diese große
Leistung geschafft hat. Es ist sicherlich etwas besonderes, wenn wir im Laufe der Saison uns
während des Aufeinandertreffens wiedersehen werden. Ansonsten ist es aber für mich ein
ganz normales Spiel, in dem wir drei Punkte holen müssen.


Bleibt bei dem vielen Stress noch genügend Zeit den Fußball im Kreis Neuwied weiter zu
verfolgen?
Ich habe zu allen Ex-Vereinen immer noch einen guten Kontakt. In Asbach spielt nun mein
Bruder, dessen Spiele ich oft besuche werde. Mit Rudi Schmitz vom SV Roßbach telefoniere ich
regelmäßig und schaue mir auch dort wenn möglich Oberligaspiele an. Ich bleibe so immer
auf dem Laufenden.


Wie lauten die nächsten Aufgaben?
Am kommenden Wochenende steht unser erstes Heimspiel gegen Greuther Fürth auf dem
Programm. Dann wollen wir gegen Rosenheim im DFB-Pokal eine Runde weiter kommen.
Ansonsten denke ich immer nur von Spiel zu Spiel.


Die Fragen stellte Ludwig Velten


26.07.2013 11:33:53
Karl Meidl
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Kategorie: TUS-Presse