Rhein-Zeitung (22.10.): Vettelschoß - Asbach
Asbach profitiert von Platzverweisen
Kreisliga A: Dezimierte SG Vettelschoß verliert 2:3
St. Katharinen. Die Serien der beiden Gegner im Derby der Kreisliga A haben gehalten. Durch
einen 3:2 (1:0)-Erfolg bei der SG Vettelschoß/St. Katharinen siegte der TuS Asbach im fünften
Spiel hintereinander, die Gastgeber blieben damit folgerichtig zum dritten Mal ohne
Punktgewinn. Es war ein Nachbarschaftsduell mit viel Feuer und einem verdienten Gewinner.
Die Zuschauer, die zu spät kamen, verpassten gleich mal das erste Tor der Begegnung. Die
noch reichlich nervöse Abwehr der Gastgeber bekam in der 7. Minute den Ball nicht weg, Onur
Arslan sah eine Lücke und nutzte seine Freiheit zum schnellen 1:0 für seine Asbacher
Mannschaft.
Es folgte eine Viertelstunde Dominanz der Gäste, die spielerisch ein paar Prozente mehr zu
bieten hatten. Nachdem SG-Akteur Stefan Zent die erste kleine Möglichkeit (16.) ungenutzt
ließ, entwickelte sich ein typisches Kampfspiel mit beiderseits erhöhter Fehlerquote im
Spielaufbau. „Aber wir haben nichts zugelassen, und damit lag meine Mannschaft voll im
abgesprochenen Soll“, analysierte der Asbacher Coach Michael Dasbach das Geschehen.
Sein Gegenüber Dirk Schommers gab ihm recht: „In dieser Phase ist uns kein Rezept gegen
die tief stehende TuS-Defensive eingefallen.“
Viele intensive Zweikämpfe prägten die zweite Spielhälfte. Vettelschoß tat außerdem mehr für
die Offensive, und schon war es das erhoffte Derby. Fabian Munsteiner hatte in der 50. Minute
die erste Chance nach Wiederbeginn, doch sein Schuss ging knapp übers Tor der im neuen
rot/blauen Outfit aufgelaufenen Einheimischen.
Nach einer guten Stunde dann der Ausgleich. Über die rechte Angriffsseite war David Höhler
nicht zu halten, er flankte präzise vors Tor, und David Büsch brauchte nur noch den Fuß
hinzuhalten. Das war dann auch dessen letzter Auftritt. Mit einer Gelben Karte belastet, ließ er
sich zu einer unsportlichen Reaktion hinreißen, was die Ampelkarte bedeutete. Diese
Entscheidung von Schiedsrichter Keramettin Kara erzürnte SG-Trainer Schommers sehr:
„Vollkommen überzogen“, meinte der Coach und schickte eine Schelte an den
Ansetzer hinterher: „Der junge Unparteiische war sichtlich überfordert. Warum setzt man
nicht einen erfahrenen Spielleiter bei einem solchen Derby an?“
Sein Team hatte sich noch nicht so recht von dem Schock erholt, da fiel die erneute Führung
der Gäste. Jan Marcus Witt köpfte den Ball von der Strafraumgrenze in die Mitte zurück, wo der
gerade eingewechselte Kai Peters mit einem Volleyschuss ins Netz traf. „Gute
Auswechslung, Trainer“, lobte der seinen Coach nach Spielende.
Zehn Minuten vor Schluss musste auch SG-Kapitän Florian Luther mit Gelb-Rot den Platz
verlassen, und Witt machte kurz danach das 3:1 für Asbach. Auch in Unterzahl gaben die
Kombinierten nicht auf, aber das 2:3 durch Hakan Yazici (89.) kam zu spät.
„Mit zwei Spielern weniger hatten wir in der Schlussphase keine Chance mehr. Dennoch
stimmten bei uns Einsatz und Wille“, attestierte Schommers dem TuS einen verdienten
Sieg. Das sah auch Dasbach so: „Natürlich spielten die Platzverweise uns in die Karten,
denn nach dem Wechsel haben wir einfach zu wenig getan.“ Sagte es und klatschte seine
Mannen strahlend ab.
SG Vettelschoß/St. Katharinen: Quardt, Dominik Bär (60. Kruft), David Höhler, Joshua
Höhler (26. Esser), Luther, Christian Bär (70. Salz), Zent, Schmidt, Yazici, Hüngsberg, Büsch.
TuS Asbach: Komor, Nunheiser (86. Erlemann), Kozauer, Freymann, Edelmann,
Limbach, Ferfers, Zumhoff (69. Peters), Witt, Munsteiner (88. Kanat), Arslan.
Schiedsrichter: Keramettin Kara (Neuwied).
Zuschauer: 160.
Tore: 0:1 Onur Arslan (7.), 1:1 Büsch (68.), 1:2 Kai Peters (71.), 1:3 Jan Marcus Witt
(86.), 2:3 Hakan Yazici (89.).
Gelb-Rote Karten: Büsch (69.). wegen Foulspiels und unsportlichen Verhaltens (69.); Luther
(80.) wegen wiederholten Foulspiels.