RZ (22.04.): Puderbach - Asbach
Puderbach gleicht spät aus
Fußball-Bezirksliga gestern Abend: Schlusslicht gewinnt im Derby mit etwas Glück einen Punkt
Fußball-Derbyzeit in Urbach gestern Abend: Die SG Puderbach wird dem Abstieg nicht mehr entrinnen können. Der TuS Asbach hat im "Klassenkampf" dagegen etwas Luft bekommen.
SG Puderbach/U.-D./D. - TuS Asbach 1:1 (0:1)
URBACH. Das war es dann wohl für die SG Puderbach/Urbach-Dernbach/Daufenbach in der Fußball-Bezirksliga Ost. Gestern Abend schafften die Schützlinge von Trainer Michael Roos nicht den dringend benötigten Heimsieg gegen den Lokalrivalen TuS Asbach. Der Tabellenletzte bleibt tief im Keller hängen und verpasste es zudem, den Gegner selbst noch tiefer in die gefährdete Zone mit hineinzuziehen.
Asbach war von Beginn an auf dem Kunstrasenplatz in Urbach die stärkere Mannschaft. Doch Chancen gab es in den ersten 25 Minuten für die wenigen Zuschauer nicht zu sehen. Sie sahen allerdings eine abwechslungsreiche Begegnung. Schiedsrichter Matthias Vogel hatte seinen Anteil an der flotten Begegnung, weil er die Partie laufen ließ. Dominik Limbach zog nach 26 Minuten erstmals gefährlich ab. Sein Schuss aus 20 Metern strich um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei ins Toraus. Drei Minuten später lag die Kugel dann aber doch im Netz der Puderbacher. Tristan Limbach hatte sich im Mittelfeld durchgesetzt und war vor dem Strafraum abgedrängt worden. Faton Sejdija zielte aufs lange Eck, doch SG-Spieler Sascha Lücker fälschte den Ball unhaltbar für seinen Torwart Mike Seuser zum 0:1 ins kurze Eck ab.
Puderbachs erste und einzige Einschusschance im ersten Spielabschnitt verpasste Imer Sejdaj, als er, von Daniel Seuser schön frei gespielt, nicht an TuS-Torwart Waldemar Komor vorbeikam. Komor wehrte den ersten Versuch ab, den Nachschuss klärte Dominik Limbach auf der Torlinie (42.). Im Gegenzug versäumte es Torschütze Sejdija, das 0:2 nachzulegen und damit schon für eine Vorentscheidung zu sorgen. Er schoss den Ball über das Tor der Gastgeber (43.).
Nach dem Wechsel kämpften beide Mannschaften um jeden Zentimeter Boden. Asbachs Christian Greindl setzte sich in der 63. Minute auf der linken Seite durch und passte den Ball nach innen. Doch Florian Traut ließ aus sechs Metern die Riesenchance zum 0:2 ungenutzt. Er schoss die Kugel über das Puderbacher Tor. Nach 71 Minuten zielte Tristan Limbach für Asbach am Tor vorbei.
Die Gastgeber versuchten dem Spiel mit dem Mute der Verzweiflung noch eine Wende zu geben. Spielerisch ging zwar kaum etwas, aber mit vielen hohen und weit geschlagenen Bällen in Richtung Asbacher Tor kam doch noch Gefahr auf. In der Nachspielzeit wurstelte der eingewechselte Markus Sommer das Spielgerät doch noch zum 1:1-Ausgleich ins TuS-Tor. Dieser späte Ausgleich war für die Heimmannschaft am Ende sogar nicht unverdient, weil sie bis zum Schluss nicht aufsteckte.
Asbachs Trainer Fredi Knipp war restlos bedient: "Wir waren hier 90 Minuten lang klar die bessere Mannschaft und kassieren dann so ein Gurkentor."
SG-Trainer Michael Roos meinte: "Wir haben sehr viel investiert, hatten aber Glück, dass Asbach das Spiel nicht früh entschieden hat. Der Punkt hilft Asbach sicher viel mehr als meiner Mannschaft."
Ludwig Velten/han
Puderbach: Mike Seuser - Christoph Neitzert, Alexander Hartstang, Idrizi (75. André Neitzert), Klat (46. Kostin), Christoph Hartstang, Daniel Seuser, Lücker, Merovci, Sejdaj, Sawadsky (74. Sommer)
Asbach: Komor - Luther, Dominik Limbach, Geuß, Bockshecker, Tristan Limbach, Sejdija, Munsteiner (78. Kruse), Traut, Ulutas, Greindl (86. Andreas Schuster)
Schiedsrichter: Matthias Vogel (Malberg) - Zuschauer: 70
Tor: 0:1 Faton Sejdija (29.), 1:1 Markus Sommer (90. + 1)
Beste Spieler: Daniel Seuser, Alexander Hartstang - Dominik Limbach, Tristan Limbach
Nächste Aufgabe für die SG Puderbach, am Sonntag, 25. April, 14.30 Uhr, gegen den VfL Bad Ems; für den TuS Asbach am Samstag, 24. April, 17 Uhr, bei der SG Mündersbach/Roßbach/Raubach.