RZ (08.03.): TuS E-Mädchen
Mädchen erobern den Fußballplatz
In Asbach ist das Kicken keine reine Jungen-Angelegenheit mehr
Ihre Vorbilder heißen Steffi Jones, Silvia Neid, Inka Grings oder Birgit Prinz. In Asbach eifern Mädchen den Weltmeisterinnen im Frauenfußball nach.
ASBACH. Dribblen, Kicken, Tore schießen: Nicht erst seit dem sich die Damen-Nationalmannschaft den Weltmeistertitel geholt hat weiß man, dass das weibliche Geschlecht am runden Leder Spitze ist. Immer mehr greift das Fußballfieber auch unter Mädchen um sich. Viele Sportlerinnen schlüpfen regelmäßig in Trikot und Fußballschuhe, um auf die Jagd nach Toren zu gehen. Auch der TuS Asbach möchte den Mädchenfußball voranbringen. Derzeit trainiert Michael Wolfshohl eine E-Mädchenmannschaft.
Erst kürzlich gingen die Mädels als Sieger eines Turniers nach Hause. Der Erfolg ist der beste Ansporn, um fleißig zu trainieren. Mehr als ein Jahr lang ist die muntere Truppe schon zusammen und die Mädchen fühlen sich sichtlich wohl. "Mädchen können genauso gut Fußball spielen, wie Jungs", behauptet Chiara Eckloff. Die Zehnjährige ist Torschützenkönigin der Mannschaft und richtig begeistert von ihrem Sport. "Wir sind nicht nur eine gute Mannschaft, sondern auch Freunde", meint das Mädchen.
Michelle Kulessa ist im Sturm und liefert Chiara wichtige Vorlagen. "Fußball spielen macht richtig viel Spaß", sagt die Schülerin.
"Leider wird der Mädchenfußball immer noch zu oft belächelt", gibt Trainer Michael Wolfshohl zu verstehen. Seiner Meinung nach zu Unrecht. "Für mich spielen die Mädchen den schöneren Fußball. In der Technik sind sie einfach stark", fügt er hinzu. Und er weiß: "Wenn die Mädchen sich einmal für Fußball entschieden haben, dann sind sie mit ganzem Herzen dabei." So möchte der TuS Asbach im Mai bei einem "Tag des Mädchenfußballs" gerne noch weitere weibliche Kicker auf den Geschmack bringen. "Jedes Mädchen, das noch mitmachen möchte, ist herzlich willkommen", meint Michael Wolfshohl. (bc)