Asbach - Betzdorf (RZ v. 03.03.)
Der Abwehrriegel brach zu früh auf
Fußball-Rheinlandpokal aktuell: Bezirksligist TuS Asbach verliert erstes Pflichtspiel in diesem Jahr gegen Oberligist SG Betzdorf
Fußball-Bezirksligist TuS Asbach hat die Sensation im Achtelfinale des Rheinlandpokals verpasst. Die Mannschaft von Trainer Fredi Knipp verlor gestern Abend gegen den Oberligisten SG Betzdorf klar.
ASBACH. Nach dem Schlusspfiff nahm Fredi Knipp seine Spieler sofort in Schutz. "Ich mache den Jungs keinen Vorwurf. Läuferisch haben wir heute alles gegeben", sagte der Trainer des Bezirksligisten TuS Asbach nach dem 0:5 (0:3) im Achtelfinale des Rheinlandpokals gegen Oberligist SG Betzdorf. Der TuS-Coach hatte demzufolge erkannt, dass die spielerisch starken Betzdorfer am gestrigen Abend einfach eine Nummer zu groß waren.
Dabei hatte Knipp seine Mannschaft vor der Partie eingebläut, dem Gegner nicht zu viele Räume zu geben. Der Coach hatte seine Mannschaft entsprechend defensiv eingestellt. Vor der Viererabwehrkette machten Tristan Limbach und Thorsten Heß den Riegel dicht. Vorne stürmte mit Florian Traut nur eine echte Spitze. Die SG Betzdorf fand trotzdem den Weg durch die engmaschigen Defensivblöcke und ging in der 15. Minute durch Philipp Böhmer in Führung.
Zuvor hatten die beiden SG-Mittelfeldspieler Alexander Baldus (10.) und Florian Kempf (13.) die ersten zaghaften Versuche des Oberligisten, eine Führung herauszuspielen, vergeben. Das 1:0 für die SG war schließlich der Dosenöffner, fortan entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. In der 30. Minute erhöhte Alexander Rosin auf 2:0. Betzdorfs Stürmer hatte nur einschieben brauchen, nachdem sich Alexander Baldus auf der linken Seite durchgesetzt und den Ball stramm in den Strafraum geschossen hatte.
Nur vier Minuten nach dem Treffer schlug Betzdorfs Marcel Horz einen Freistoß auf den Kopf des fast zwei Meter großen Sebastian Land. Der aufgerückte SG-Verteidiger brachte die Kugel ohne zu zögern sicher im Gehäuse des TuS-Schlussmanns Waldemar Komor unter.
Der überforderte Bezirksligist, der ohne fünf Stammkräfte auskommen musste, war bedient und wirkte moralisch angeschlagen. Betzdorf dachte Anfang der ersten Halbzeit gar nicht daran, einen Gang zurück zu schalten. Vor allem Alexander Rosin probierte es aus allen Lagen. Zunächst verzog der SG-Stürmer knapp (65.). Zehn Minuten später war der Pfosten im Weg, doch in der 77. Minute durfte Rosin endlich jubeln. Nach Vorlage von Philipp Böhmer erzielte der Angreifer das 5:0.
Das 4:0 aus Sicht des Oberligisten hatte in der 57. Minute der Passgeber selbst erzielt. Böhmer hatte sich geschickt durchgesetzt und die Kugel in den linken oberen Torwinkel gezirkelt. Ein Traumtor. "Wir haben heute ein überzeugendes Spiel abgeliefert", sagte Betzdorfs Trainer Maik Rumpel, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft absolut zufrieden war. "Ich wusste, dass Asbach defensiv auftreten wird, doch es ist uns trotzdem sehr gut gelungen, spielerisch zum Erfolg zu kommen."
Philipp Daum/Désireé Birk (RZ)
Asbach: Komor - Luther, A. Schuster, Greindl, C. Schuster - Limbach (81. Houck), Heß - Nowak (72. Prenku), Sejdija, Kruse (70. Prangenberg) - Traut
Betzdorf: Neuser - Weitershagen (61. Christ), Land, Leicher, Horz - A. Baldus (61. Boll), Blum, S. Baldus, Kempf (80. Sahin) - Rosin, Böhmer
Schiedsrichter: Alexander Müller (Mendig)
Zuschauer: 125
Tore: 0:1 Philipp Böhmer (15.), 0:2 Alexander Baldus (30.), 0:3 Sebastian Land (34.), 0:4 Philipp Böhmer (57.), 0:5 Alexander Rosin (77.)
Beste Spieler: Komor (TuS Asbach) - Böhmer, Rosin (beide SG Betzdorf).