RZ (02.11.): Asbach - Mündersbach
Asbacher Aufbäumen kommt zu spät
Der TuS unterliegt dem neuen Spitzenreiter SG Mündersbach
Die SG Mündersbach/Roßbach/Raubach steht nun dort, wo sich die 15 übrigen Mannschaften der Fußball-Bezirksliga Ost mutmaßlich auch gerne sähen - ganz oben. Der TuS Asbach muss sich in dieser Saison hingegen ein wenig bescheiden.
TuS Asbach - SG Mündersbach/R./R. 2:4 (0:2)
ASBACH. Nach einer Stunde, die den Gästen gehörte, haben die Zuschauer der Partie TuS Asbach gegen die SG Mündersbach/Roßbach/Raubach in der Fußball-Bezirksliga Ost gestern beim 2:4 (0:2) noch richtig etwas geboten bekommen. Denn nach einem 0:3-Rückstand kämpfte sich das Team von Trainer Fredi Knipp auf 2:3 heran, ehe es in der Nachspielzeit das 2:4 hinnehmen musste.
Der neue Spitzenreiter aus Mündersbach, der vom ehemaligen Asbacher Coach Marc Odink trainiert wird, legte gleich munter los. Vor allem Thomas Rachul, der in der vergangenen Saison noch das Trikot des TuS übergestreift hatte, war gegen seine alten Kollegen äußerst motiviert. So profitierte er nach einem Abwehrfehler von einem gelungenen Zuspiel durch Andreas Fromholz und erzielte bereits in der siebten Minute den frühen Führungstreffer für die Gäste. Nur zwei Minuten später rissen die erneut die Arme zum Jubel nach oben: Rachul passte auf Fromholz, und der ließ TuS-Keeper Waldemar Komor mit seinem Kopfball zum 2:0 für die SGM keine Chance (9.).
Von den Gastgebern war nicht viel zu sehen, zu geschockt zeigten sie sich vom frühen deutlichen Rückstand und ließen den Mündersbachern Platz, ihr Spiel weiter aufzuziehen. Vor allem Fromholz und Rachul setzten die TuS-Abwehr immer wieder gehörig unter Druck und gaben den Asbachern kaum Luft, selbst einmal einen Angriff zu starten.
Die zweite Hälfte begann mit drei neuen TuS-Spielern, Knipp schöpfte sein Auswechselkontingent aus und hoffte auf frischen Wind durch Florian Traut, Sebastian Bockshecker sowie Fatos Prenku. Doch die erhoffte Initialzündung blieb zunächst aus, denn statt des Asbacher Anschlusstreffers fiel das nächste Tor für die Gäste. Nach einem sehenswerten Doppelpass zwischen Elver Ismajli und Gabriele Carrozzo markierte Ismajli das 3:0 für Mündersbach (60.).
Ein Debakel für den TuS gab"s dennoch nicht. Denn mit dem Ball am Fuß fasste sich Tristan Limbach aus 22 Metern ein Herz, zog ab - und staunte nicht schlecht, als das Leder in den Maschen des Mündersbacher Kastens zappelte (62.). Der Anschlusstreffer gab den Asbachern mächtig Auftrieb, denn plötzlich klappte das Kombinationsspiel. Erst recht, als sie zum 2:3 aus ihrer Sicht verkürzten: Nach einer Ecke von Christian Schuster hatte Christian Greindl das Spielgerät im langen Eck platziert (68.).
Der Ausgleich lag dann in der Luft, wollte jedoch nicht mehr fallen, Thorsten Hess (74.), Limbach (79.) und Freymann (90.) scheiterten knapp. Auf der Gegenseite nutzte Luan Murici einen Konter zum 4:2 für seine Farben (90. + 1).
"Wir haben die Anfangsphase total verschlafen", sagte Knipp. Er ergänzte: "Aber die zweite Hälfte war kämpferisch okay, da mache ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf." Trotz des Erfolgs war Odink nicht ganz zufrieden: "Wir hätten den Sack früher zumachen müssen, die Chancen waren da. So mussten wir am Ende eben ein wenig zittern." Sylvia Schneider
Asbach: Komor - A. Schuster, Luther (46. Traut), Freymann, Gey, Limbach, Sejdija (46. Bockshecker), Hess, Greindl, C. Schuster, Lindlein (46. Prenku)
Mündersbach/R./R.: Keller - Ismajli, Walkenbach, J. Murici, Behlulovic, Li. Murici, Mückenheim, Fromholz (53. Alimi, 82. Weber), Rachul, Carrozzo, Lu. Murici
Schiedsrichter: Markus Wozlawek (Bad Breisig)
Zuschauer: 120
Tore: 0:1 Rachul (7.), 0:2 Fromholz (9.), 0:3 Ismajli (60.), 1:3 Limbach (62.), 2:3 Greindl (68.), 2:4 Lu. Murici (90. + 1)
Beste Spieler: C. Schuster, Limbach - Rachul, J. Murici