RZ (19.10.): Asbach - Roßbach II
Asbacher Heimserie hält auch gegen SVR II
Bezirksliga Ost: TuS schlägt Roßbacher Reserve
TuS Asbach - SV Roßbach/V. II 2:0 (1:0)
ASBACH. Ein Hauch von Südafrika lag am Sonntagnachmittag über dem Asbacher Kunstrasen. Nicht, dass es beim 2:0 (1:0)-Erfolg des Fußball-Bezirksligisten TuS Asbach gegen den SV Roßbach/Verscheid II tropisch warm gewesen wäre. Vielmehr war es der Klang einer roten Plastik-Vuvuzela, die von einem TuS-Fan regelmäßig bei gelungenen Asbacher Vorstößen mit Inbrunst geblasen wurde. Somit bekamen die rund 140 Zuschauer nicht nur ein ansehnliches Fußballspiel geboten, sondern auch einen klitzekleinen akustischen Vorgeschmack darauf, welche Geräuschkulisse den Fußballfan im Sommer 2010 in den WM-Stadien am Südzipfel Afrikas wohl erwarten wird, wenn die Tröten dort zu Tausenden in Gebrauch sind.
Bereits nach drei Minuten durfte der einsame Asbacher Vuvuzela-Bläser das erste Mal tief Luft holen und sein "Musikinstrument" bedienen. Tristan Limbach schloss den ersten Vorstoß der Gastgeber mit dem 1:0 ab, indem er die Kugel aus halbrechter Position ins lange Eck schob.
"Einen solchen Auftakt wünscht sich natürlich jeder Trainer", freute sich TuS-Coach Fredi Knipp über die frühe Führung, die seiner Mannschaft ganz offensichtlich die nötige Sicherheit gab, auch in der Folgezeit flüssig zu kombinieren und sich über die komplette Partie hinweg auch neun klare Torchancen herauszuspielen.
"Von daher gesehen waren die Roßbacher mit den beiden Gegentoren noch gut bedient", sagte Knipp weiter. "Insgesamt habe ich am Spiel meiner Mannschaft kaum etwas auszusetzen. Wir sind nunmehr seit 14 Monaten zu Hause ungeschlagen und bleiben den führenden Teams auf den Fersen."
SVR-Trainer Peter Kröner, der im August 2008 der vorerst Letzte war, der mit seinem Team drei Punkte aus Asbach entführt hatte, war dieses Mal nicht besonders angetan: "Asbach hat mehr ins Spiel investiert und somit auch nicht unverdient gewonnen. Bei uns haben die Laufwege nicht ganz gestimmt, und wir waren in der Offensive wie in der Defensive auch meistens einen Tick zu spät dran."
Trotzdem hatten auch die Roßbacher einige gute Möglichkeiten, ein Tor zu erzielen. In der zehnten Minute hatte Stefan Krautscheid TuS-Torwart Waldemar Komor bereits überwunden, doch Asbachs Abwehrchef Thorsten Hess schlug die Kugel noch vor der Linie weg. Bei den Versuchen von Lars Bohm (25.), Manuel Ullner (58.) und Sergej Metzler (61. und 90.) war Komor dann selbst zur Stelle.
Asbach hätte dagegen durch Sascha Gey (8.), Christian Greindl (16.), Sebastian Bockshecker (28.) und noch einmal Greindl (41.) vor der Pause sowie Karsten Lindlein (57.) nach dem Seitenwechsel nachlegen können, doch erst Gey gelang es mit seinem Schuss in der 72. Minute, die knappe TuS-Führung auszubauen.
Honoriert wurde dies natürlich von einem extra-lauten Tröten aus der roten Plastik-Vuvuzela. Die Roßbacher hätten wahrscheinlich nicht nur in dieser Szene gerne auf das eindringliche Geräusch der Trompete verzichtet, in den Asbacher Ohren klang es dagegen wie Musik.
Bernd Nußbaum
TuS Asbach: Komor - A. Schuster, Luther, Freymann, Gey (88. C. Schuster), Limbach, Sejdija, Hess, Bockshecker (46. Traut), Greindl, Lindlein
Roßbach II: Linnig - Metzler, Lo Iacono, Wester, Link (86. Samardzija), Yilmaz, Ullner, Krautscheid, Bohm (69. Blesgen), P. Busch, Korf (35. P. Böhm)
Schiedsrichter: Matthias Vogel (Malberg)
Zuschauer: 140
Tore: 1:0 Limbach (3.), 2:0 Gey (72.)
Beste Spieler: Freymann, Greindl - P. Busch
Nächste Aufgabe für Asbach: am Sonntag um 14.30 Uhr bei der SG Hundsangen; für Roßbach II: am Mittwoch, um 20 Uhr, im Rheinlandpokal in Linz.