RZ (03.11.): Sportplatz-Einweihung
Asbacher kicken auf Kunstrasen
Neuer Platz ist jetzt für den Spielbetrieb freigegeben - Staatssekretär übergab Förderbescheid über 300 000 Euro
Einen Rekord haben die Asbacher mit dem neuen Kunstrasenplatz schon sicher: Nur knapp drei Monate betrug die Bauzeit. Jetzt wollen die Sportler des TuS für viele weitere Erfolge sorgen.
ASBACH. Ein kurzer Anlauf, ein Schuss und - Tor. Treffsicher versenkt Ortsbürgermeister Helmut Reith bei der offiziellen Einweihung des zweiten Kunstrasenplatzes in Asbach das runde Leder beim Elfmeterschießen. Ihm tun es Franz Varel, Vorsitzender des Turn- und Sportvereins (TuS) Asbach, und noch einige der geladenen Gäste, darunter auch "Fußballlegende" Siggi Held, nach.
Weniger Ball-, dafür aber mehr Fingerspitzengefühl und Verhandlungsgeschick hatte der Chef der Westerwaldgemeinde bei der Realisierung des Bauprojekts unter Beweis gestellt. Zusätzlich gefragt war Teamarbeit. Und die hatte zwischen dem TuS Asbach, der Gemeinde, dem Kreis Neuwied und dem Land Rheinland-Pfalz hervorragend funktioniert, schließlich wurde die Sportanlage in einer rekordverdächtigen Zeit von rund drei Monaten errichtet.
Eine faire, konstruktive und bedarfsorientierte Zusammenarbeit bescheinigte auch Achim Hallerbach, erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde, allen Beteiligten.
So war die Schlange der Gratulanten lang, und natürlich brachte jeder ein Geschenk - meist in Form eines Fußballs - mit. Ein ganz besonders großes Präsent hatte Staatssekretär Roger Lewentz dabei: Er überreichte den Bewilligungsbescheid des Landes für den neuen Kunstrasenplatz und die damit verbundene Förderung in Höhe von 300 000 Euro, die eigentlich erst 2010 zur Verfügung gestellt werden sollte.
"In vielen Gesprächen und Verhandlungen konnte schon vorher erreicht werden, dass der Sportplatz Asbach als Großprojekt schnell vorrücken durfte. Der Förderung aus Mitteln des sogenannten ,Goldenen Plans" stand nichts mehr im Wege", berichtete Reith erfreut. "Die neue Heimstätte des TuS Asbach ist zwar nicht olympiareif, dafür entspricht sie aber voll und ganz den Ansprüchen des Vereins", fügte der Gemeindechef hinzu. Und: "Der neue Rasenplatz ist eine Bereicherung des sportlichen Lebens in der Gemeinde Asbach."
Als eine "Investition in die Zukunft" sieht Franz Varel die neue Sportstätte: "Die Zeiten, in denen sich vier Mannschaften einen Platz teilen mussten, sind nun endlich vorbei. Jetzt sind wir gut gerüstet für die steigende Zahl unserer Mitglieder."
Und die nahmen den Kunstrasenplatz sofort in Besitz. In einem Turnier testeten die Jüngsten des Vereins die Tauglichkeit des Platzes. Auch die Alten Herren und die erfolgreiche Mädchenmannschaft ließen es sich nicht nehmen, das neue Grün mit spannenden Spielen einzuweihen.
Höhepunkt des Tages war das Meisterschaftsspiel der TuS gegen die Sportfreunde Siegtal Oppertsau. Mit dem 0:0-Ergebnis zeigte sich TuS-Trainer Fredi Knipp zufrieden: "Der neue Platz ist schnell, und daran müssen wir uns erst gewöhnen." Beate Christ (RZ)