RZ (02.09.): Rollstuhl-Wandertag
Große Resonanz bei Rollstuhlwandertag
Tour von MS-Selbsthilfegruppe und TuS Asbach
ASBACH. Das Wandern liegt wieder voll und ganz im Trend. Immer mehr Menschen suchen Entspannung in der Natur, genießen die Bewegung an frischer Luft. Dass auch Personen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, gerne schöne Pfade in einer reizvollen Landschaft genießen können, haben jetzt die Organisatoren des ersten Rollstuhlwandertages in Asbach unter Beweis gestellt.
Eingeladen hatten der TuS Asbach und die Selbsthilfegruppe für Multiple Sklerose (MS) zu einem gemeinsamen Wandererlebnis für Menschen mit und ohne Handicap. Für die Initiatorin Gabi Krautscheid stand hier ganz besonders im Vordergrund, behinderte Menschen aus ihrer Isolation herauszuholen und es zu ermöglichen, neue Kontakte zu knüpfen.
Franz Varel, Vorsitzender des TuS Asbach, freute sich unterdessen über die positive Resonanz auf die Veranstaltung. Er meinte: "Ich kann mir gut vorstellen, dass der Rollstuhlwandertag eine Fortsetzung finden wird."
Ortsbürgermeister Helmut Reith dankte den Organisatoren in diesem Zusammenhang für ihr Engagement. "Sinnvoll wäre es, wenn wir künftig in unseren Wanderkarten auch Wege auszeichnen würden, die gut mit Rollstühlen befahrbar sind", sagte der Gemeindechef.
Rund drei Kilometer wanderten Klein und Groß bei herrlichem Spätsommerwetter gemeinsam. Beim anschließenden Kaffeetrinken in der Asbacher Kamillus-Klinik, zu dem die MS-Selbsthilfegruppe eingeladen hatte, klang der erste Rollstuhlwandertag gemütlich aus. Nicht nur bei den Wanderfreunden stieß die Veranstaltung dabei auf eine überaus gute Resonanz, auch zahlreiche Vertreter aus der Politik und den Gemeinden nahmen an der Wanderung teil.
Beate Christ (Rhein-Zeitung)