RZ (17.07.): Zweiter Sportplatz
TuS-Platz: Am 24.Juli rollen die Bagger
Naturtribüne und Panoramablick: Neue Spielfläche aus Kunstrasen soll bis Ende Oktober fertig sein
ASBACH. Den Donnerstag kommender Woche kringeln sich die 1000 Mitglieder des TuS Asbach mit gut sichtbaren Farben im Kalender ein: Ab 24. Juli rollen am Asbacher TuS-Platz die Bagger für den Bau des lange ersehnten Kunstrasenplatzes und den Umbau des Sportlerheims (die Rhein-Zeitung berichtete).
Gleich zwei gute Nachrichten konnten Martina Klein, Geschäftsführerin des TuS Asbach, und Franz Varel, Vorsitzender des Sportvereins, nach ihrem Gespräch im Asbacher Rathaus vermelden: Nicht nur, dass die Bauarbeiten bereits nächste Woche beginnen, bereits Ende Oktober wollen die Bauarbeiter fertig sein.
Neben dem bisherigen Rasenplatz an der L 272 in Asbach sollen ein weiterer Sportplatz, ein Sportlerheim und ausreichende Umkleidekabinen entstehen. 690 000 Euro investiert die Gemeinde Asbach, gefördert mit Mitteln aus dem "Goldenen Plan" des Landes Rheinland-Pfalz.
Die neue Fußballspielfläche in Richtung Krankel hat eine Spielfeldgröße von 105 Metern Länge und 67 Metern Breite. "Für zusätzliche Trainingsmöglichkeiten erhält der Platz weitere Spielfeldmarkierungen für Jugendmannschaften", erklärte TuS-Vorsitzende Franz Varel, nach dem Gespräch im Rathaus mit Planer Ingo Dittrich, Asbachs Ortsbürgermeister Helmut Reith und Achim Hallerbach, dem Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde. 27 Trainingseinheiten stehen in der Woche alleine bei der Fußballabteilung des TuS auf dem Programm, berichtete Varel. Dies bedeutet 40 Stunden Training auf dem Sportplatz - acht Stunden jeden Tag. Allein 13 Jugendmannschaften mit über 200 jungen Spielern hat der TuS. Außerdem nutzen rund 1000 Mädchen und Jungen der Asbacher Schulen das Areal.
Derzeit absolvieren darum einige TuS-Mannschaften ihre Trainingseinheiten auf Sportplätzen in anderen Kommunen - darunter Flammersfeld. "Dies erfordert Zeit und zusätzlichen Fahrtaufwand", erklärt Varel. Wenn ab Donnerstag die Planierraupen anrücken, verlegen die Fachkräfte 7630 Quadratmeter Kunststoffrasen samt einer mit Sand und Gummi gefüllten Oberschicht. "Die Ausleuchtung erfolgt über eine Flutlichtanlage mit sechs Masten und zwölf Hochleistungs-Planflächenscheinwerfern", berichtete Planer Ingo Dittrich.
Was die Anlage in der Region zur einzigartigen Spielfläche macht, ist die "Naturtribüne". Ein zwei Meter hoher Erdwall entlang der L 272 schließt das Sportzentrum ab. Die Zuschauer können den Hügel an der Längsseite des Feldes als Tribüne nutzen.
Am Sportlerheim machen sich die Bagger zu schaffen, um einen Teil des Gebäudes einzureißen. "Ein Großteil des Sanitärtraktes ist in gutem Zustand und wird mit zusätzlichen Duschen, Mannschaftsräumen und Funktionsräumen erweitert", erklärte Helmut Reith. Besprechungs- und Schiedsrichterräume sowie ein eigener Zuschauereingang und Besucher-WCs sind ebenso am neuen TuS-Heim geplant.
Der "Gesellschaftsraum" für die Sportler, Zuschauer und Gäste bekommt ein neues Gesicht. Die großen Fenster dieses 62 Quadratmeter großen Raumes garantieren einen Panoramablick aufs Spielgeschehen draußen. Auch unter dem großen Vordach des Heims lassen sich die Partien, bestens vor Regen geschützt, verfolgen.
"Wir begrüßen, dass sich der Sportverein mit Eigenleistungen an der Sanierung und der Erweiterung des Sportlerheimes beteiligen wird", meinte Achim Hallerbach und fügte hinzu: "Wenn das Wetter mitspielt und es jetzt keine langen Regenperioden geben wird, kann der Sportplatz schon Ende Oktober geöffnet werden." Mario Quadt (RZ v. 17.07.)