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RZ (04.06.): Sportpark Asbach

Wallanlage wird Tribüne


Asbach: Rat votiert einstimmig für Sportparkpläne

Rund 1000 Mitglieder des TuS Asbach und etwa 1000 Mädchen und Jungen der Asbacher Schulen warten bereits sehnsüchtig auf die Eröffnung des Sportparks. Noch sind die Ideen der Planer nur auf Papier zu finden. Im Gemeinderat nahmen sie eine weitere Hürde.

ASBACH. Die Vision rückt immer näher: Der neue Asbacher Sportpark hat eine weitere Hürde genommen. Einstimmig votierte der Asbacher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für die Planung des Großprojektes.

Mit Spannung freuen sich die Asbacher in diesem Jahr auf den Start der Bauarbeiten am Kunstrasenareal der Westerwaldgemeinde. Neben dem bisherigen Rasenplatz an der L 272 in Asbach sollen ein weiterer Sportplatz, ein Sportlerheim und ausreichende Umkleidekabinen entstehen. Wie das neue Areal aussehen soll, präsentierten Lothar Kick und Ingo Dittrich vom Neustädter Planungsbüro Dittrich.

Unter den Zuhörern im Sitzungssaal des Bürgerhauses spitzen Franz Varel, Vorsitzender des rund 1000 Mitglieder starken TuS Asbach, und sein Vorstandskollege Norbert Ditscheid die Ohren: Sie wollten hören, wie die Anlage, die momentan schier aus allen Nähten platzt, künftig aussehen soll. Denn: 27 Trainingseinheiten stehen in der Woche alleine bei der Fußball-Abteilung des TuS auf dem Programm. Dies bedeutet 40 Stunden Training auf dem Sportplatz und damit acht Stunden jeden Tag. Allein 13 Jugendmannschaften mit über 200 jungen Spielern hat der TuS. Außerdem nutzen rund 1000 Mädchen und Jungen der Asbacher Schulen das Areal.
Rund 800 000 Euro investiert die Gemeinde für die Erschließung des Sportparks - die höchste Investition dieses Jahres. Hintergrund: Das Sportparkkonzept kann aufgrund von Veränderungen in der Fördersystematik im sogenannten "Goldenen Plan" der Landesregierung schon zu einem früheren Zeitpunkt realisiert werden, als zunächst gedacht. Sieben bis acht Jahre kommt der Platz somit früher (die RZ berichtete).

Der Plan: Südlich vom vorhandenen Sportplatz entsteht ein neuer zweiter Platz. Die Wallanlage zum Lärmschutz sieht Architekt Kick als ideale Naturtribüne für die Zuschauer der TuS-Spiele. Unklar ist noch, ob einige der vorhandenen Bäume dem Neubau weichen müssen. "Wir sollten alles tun, um sie zu erhalten", meinte Helmut Reith (CDU), Asbachs Ortsbürgermeister.

Das ungeklärte Schicksal der Bäume kritisierte Günter Behr, Sprecher der SPD-Ratsfraktion: "Wir sind alle für den zweiten Sportplatz", meinte der Sozialdemokrat. "Aber ich verstehe nicht, dass wir uns nicht die Zeit nehmen können, alle Detailfragen zu klären, wie die mögliche Umsetzung von Bäumen." So bleibe ein "übler Beigeschmack", erklärte Behr.

Dem widersprach Achim Hallerbach, Sprecher der CDU-Fraktion, energisch: "Jedes Ratsmitglied hatte genügend Zeit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen." Außerdem habe die Gemeinde die Chance nutzen wollen, möglichst früh an die Fördergelder zu kommen. "Und jetzt können wir sieben bis acht Jahre früher bauen, als wir ursprünglich gedacht haben", sagte der Christdemokrat.

"Wir werden versuchen die Bäume zu erhalten", versprach Planer Ingo Dittrich. Einstimmig votierte der Rat für die Sportplatzpläne samt Naturtribüne.

Erstmals legten Kick und Dittrich auch Pläne für das neue Sportlerheim vor, welches nur zehn Meter vom neuen Platz entfernt steht. Denn: Es ist das alte Domizil der Sportler - angehängt mit einem neuen Trakt. Die bisherigen Mannschaftsräume müssen der Abrissbirne weichen, die Duschanlagen bleiben bestehen. Der neue Anbau bekommt einen eigenen Zuschauereingang, Besucher-WCs und eine kleine, 62 Quadratmeter große Gaststätte. Die großen Fenster dieses Raumes garantieren einen Panoramablick aufs Spielgeschehen draußen. Auch unter dem großen Vordach des Heims lassen sich die Partien, bestens vor Regen geschützt, verfolgen.

Bernhard Dahlhausen von der Wählergruppe Dahlhausen wollte wissen, ob das neue TuS-Domizil auch mit einer Fotovoltaikanlage oder mit Erdwärme beheizt werden könne. Grundsätzlich sei das möglich, antwortete Reith. Es sei aber noch zu früh, zum jetzigen Stand der Planungen, über diese Frage zu entscheiden. Einstimmig segnete der Gemeinderat auch die
Architektenentwürfe für das Sportlerheim ab. Mario Quadt (RZ)
04.06.2008 16:16:53
Karl Meidl
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Kategorie: TUS-Presse