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RZ (13.05.): Asbach - Oberbieber

VfL fährt beim TuS wichtigen Erfolg ein


Bezirksliga Ost: Oberbieber gewinnt in einem farbenfrohen Spiel - Drei Platzverweise für Asbach

TuS Asbach - VfL Oberbieber 1:2 (0:1)


ASBACH. Dass Farben einen Einfluss auf die Gemütslage von Menschen haben, ist bekannt. Die Frage, inwiefern die Farbgebung von Fußballtrikots Schiedsrichterentscheidungen beeinflussen kann, dürfte noch nicht hinreichend geklärt sein. Schiedsrichter Uwe Genn aus Wehr, der am Pfingstsamstag die Bezirksliga-Partie des TuS Asbach gegen den abstiegsgefährdeten VfL Oberbieber leitete, verteilte seine Karten jedenfalls häufig passend zur Sportbekleidung der jeweiligen Mannschaft. Der TuS, der sein letztes Saisonheimspiel übrigens mit 1:2 (0:1) verlor, kassierte passend zum roten Leibchen einmal Rot und zweimal Gelb-Rot, während die in gelb gekleideten Gäste lediglich einige der insgesamt zehn gelben Kartons zu Gesicht bekamen.

Dass das Ergebnis der Begegnung hier nur einen Nebensatz wert ist, spiegelt durchaus seine Bedeutung wider - denn vom Ausgang des für den fast vor dem Abstieg geretteten VfL durchaus wichtigen Spiels redete nach dem 90-minütigen Karten-Kick eigentlich niemand. Selbst VfL-Coach Charly Grün mochte den Auftritt seiner Elf weder loben noch feiern: "Wir mussten hier gewinnen, das haben wir getan", erklärte er knapp.

In der 20. Minute bediente ein gut aufgelegter Ahmet Akbulut per Hacke seinen Mitspieler Murat Aydin, der das Leder locker über TuS-Keeper Waldemar Komor lupfte. Die Hausherren, die betont lässig auftraten, reagierten auf den frühen Rückstand wahrlich nicht mit übertriebenem Aktionismus.

Erst der Rauswurf Wolfgang Weidenbrücks, der wegen Beleidigung eines Gegenspielers kurz vor der Halbzeitpause zum Duschen geschickt wurde, schien die Gastgeber auf den Plan zu rufen - zumindest verbal: In den zweiten 45 Minuten entwickelte sich die Partie zur lustigen Diskussionsrunde, die Genn mithilfe von gelben Kartons einzudämmen versuchte.

Michael Daniels, der die Asbacher in Abwesenheit von Trainer Marc Odink betreute, wertete die Rote Karte gegen Weidenbrück als Knackpunkt der Partie: "Wir haben schwer ins Spiel gefunden und sind früh in Rückstand geraten. Nach dem Rausschmiss von Wolfgang Weidenbrück ging dann gar nichts mehr."

Zunächst machte Oberbieber jedoch keine Anstalten, seine zahlenmäßige Überlegenheit zu nutzen. Erst als der Asbacher Faton Sejdija in der 77. Minute den Ausgleich erzielte, raufte sich der VfL noch einmal zusammen.

Die Ampelkarte gegen Sascha Gey, der seine Kapitänsbinde in der 83. Minute wegen Meckerns und Nachtretens an Sascha Blechinger weitergeben musste, kam dem Grün-Team freilich nicht ungelegen. Ein Freistoß aus kurzer Distanz, bei dem Asbachs Keeper Komor ebenfalls die Ampelkarte kassierte, konnten die Gäste nicht in Zählbares verwandeln (87.). Den erlösenden Siegtreffer besorgte Ahmet Akbulut eine Minute vor dem Abpfiff - dem wahrscheinlich einzigen Pfiff des Schiedsrichters, über den nicht diskutiert wurde. Sonja Weber

Asbach: Komor Prangenberg (75. Kröll), Luther, Freymann, Gey, Limbach, Rachul, Weidenbrück, Schmitz, Sejdija, Vollmert (45. Blechinger)

Oberbieber: Winning - Carillo, Petry, Dümmler, Wünsch, M. Akkurt, Aydin, G. Akkurt (40. Kazin), Zeqiri, Stamm (73. Wrobel), Akbulut

Schiedsrichter: Uwe Genn (Wehr)
Zuschauer: 50
Tore: 0:1 M. Aydin (20.), 1:1 Sejdija (77.), 1:2 A. Akbulut (89.)
Beste Spieler: Sejdija, Rachul - M. Aydin, Akbulut

Besonderheiten: Rote Karte gegen Asbachs Wolfgang Weidenbrück wegen Beleidigung eines Gegenspielers (43.); Gelb-Rote Karten gegen die Asbacher Sascha Gey wegen Meckerns und Foulspiels (83.) sowie gegen Waldemar Komor wegen Wegschlagen des Balles und zu frühen Rauslaufens aus der Mauer (87.)
13.05.2008 10:25:38
Karl Meidl
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Kategorie: TUS-Presse