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RZ (20.07.): BAP-Vorschau

TuS schenkt sich BAP zum Jubiläum


Sportler organisieren musikalisches Großereignis am Samstag in der Eishalle selbst - Verein erwartet bis zu 1500 Zuschauer - Karten an der Abendkasse

Wer Geburtstag hat, bekommt auch etwas geschenkt. Beim TuS Asbach gehen die Uhren ein wenig anders: Das schönste Geschenk zum 125-jährigen Bestehen macht sich der Verein nämlich selbst.


ASBACH. Normalerweise spielen sie Fußball oder Volleyball, ihr "Revier" befindet sich auf dem Asbacher Kunstrasenplatz oder in der Sporthalle. Im Moment allerdings haben sie die Aufgaben von "Event-Managern" übernommen, also die klugen Köpfe, die Großereignisse aller Art vorbereiten. Ihre Wirkungsstätte: die Asbacher Eislaufhalle. Die Rede ist von den Sportlern des TuS Asbach, die in diesem Jahr das 125-jährige Bestehen ihres Vereins feiern. Aus diesem Anlass haben sie sich ein ganz besonderes Geschenk gemacht: Die Kölner Kult-Band BAP kommt am Samstag, 20 Uhr, in die Eissporthalle und soll bis zu 1500 Fans mit Hits begeistern.

Keine sportlichen Höchstleistungen, dafür aber extrem hohe organisatorische Anforderungen mussten die Mitglieder des TuS-Festausschusses hierfür bewältigen. Denn das, was für Konzert-Agenturen ganz alltäglich ist, ist für die Asbacher absolutes Neuland. Über ein Jahr lang haben die Männer und Frauen regelmäßig die Köpfe zusammengesteckt, unzählige Anrufe getätigt, Arbeits- und Verpflegungspläne aufgestellt und etliche Kilometer mit dem Auto zurückgelegt, um Plakate und Werbung in einem Umkreis von 50 Kilometern zu verteilen. Jetzt geht es mit den Vorbereitungen in den Endspurt, und die Organisatoren hoffen, dass alles so läuft, wie sie sich es vorgestellt haben.

Martina Klein, Schriftführerin des TuS Asbach und Mitglied im Festausschuss, erinnert sich: "Nach der Jahreshauptversammlung im vergangenen Jahr haben wir einen Ausschuss gegründet, der das Vereinsjubiläum planen soll. Wir holten uns einen ,alten Hasen", Herbert Grüber, dazu. Er hatte schon die 100-Jahrfeier mit vorbereitet." Auch Winfried Thomas schloss sich dem Festausschuss an. Er hatte schließlich die Idee, Wolfgang Niedecken mit seiner Band nach Asbach zu holen. Doch von der Idee bis zur Realisierung war es ein langer Weg. Winfried Thomas rief kurzerhand bei BAP an. Die bescheidene Anfrage, ob die Gruppe auch in einem kleineren Ort wie Asbach spielt, wurde zu seiner Freude mit "Ja" beantwortet. Als Teil ihrer "Greatest-Hits-Tour" nahmen die Kölschrocker den 21. Juli in ihren Tour-Plan mit auf.

Jetzt begann ein Marathon in Sachen Organisation. Zunächst einmal musste ein geeigneter Veranstaltungsort gefunden werden. Das Bürgerhaus war für dieses Ereignis zu klein, fanden die TuS-Macher. Unter freiem Himmel schien den Asbachern bei den wechselhaften deutschen Wetterverhältnissen etwas riskant zu sein. "Schließlich fragten wir nach, ob wir in die Eissporthalle gehen können", sagt Martina Klein. Dies gelang: Rund 1200 bis 1500 Gäste können dort Platz finden, eine Zahl, die auch nötig ist, um dieses Konzert zu finanzieren. Allerlei Genehmigungen mussten eingeholt, Werbung gedruckt und verteilt werden. "An manchen Orten mussten wir zweimal Plakate aufhängen, weil viele verschwanden", berichtet Klein.

Während sich das Festkomitee anfangs monatlich traf, saß die Gruppe in den vergangenen Tagen nunmehr wöchentlich zusammen. "Für die Band brauchen wir Garderoben, die in Form von Containern aufgestellt werden. Natürlich mussten wir auch eine ausreichende Zahl von Toilettenwagen organisieren, das Rote Kreuz benachrichtigen und Security-Leute anheuern", zählt Klein auf. "Auch Zuschauerplätze für Behinderte haben wir eingerichtet, die nötigen Notausgänge ausgewiesen, das Jugendschutzgesetz aufgehängt und, und, und...", meint Martina Klein.

Ab heute geht es bei den Organisatoren vom TuS Asbach in die heiße Phase: Neun Leute bauen in der Eissporthalle die Bühne und das Verpflegungszelt auf, am Samstag kommen die Bühnenaufbauer von BAP. "Natürlich werden wir uns auch um das leibliche Wohl der Bühnenarbeiter kümmern", erklärt Klein und fügt hinzu: "Ab Samstagnachmittag schmieren wir unzählige Brötchen, denn auch die Konzert-Besucher sollen bestens versorgt werden." Auch bei den Getränken will der TuS auf Nummer sicher gehen: "Es ist besser, wir haben zu viel als zu wenig", sagt Klein.

Jetzt gehen die Organisatoren noch einmal ihre Listen durch, überprüfen, ob beim Getränkeverkauf oder an der Abendkasse genügend Personal eingetragen ist. Am Sonntag - nach dem Konzert - geht es dann weiter: "Auch beim Aufräumen sind wir auf viele Helfer angewiesen", weiß die Schriftführerin. Während jetzt alle Verantwortlichen des TuS noch angespannt sind, wird sich wohl spätestens die Aufregung legen, wenn die Kölner Musiker auf der Bühne stehen und die ersten Lieder anstimmen.

Rund drei Stunden wird BAP seine Hits zum Besten geben. "Wir freuen uns riesig auf diesen Moment und denken, dass wir mit diesem Konzert den Geschmack vieler treffen werden", meint Klein. Zur Freude aller BAP-Fans, die sich noch kurz entschlossen auf den Weg nach Asbach machen möchten, hat Klein eine gute Nachricht: "Es gibt noch Karten an der Abendkasse." Beate Christ

Rhein-Zeitung - Ausgabe Asbach, Linz, Unkel vom 20.07.2007, Seite 18.

20.07.2007 10:16:19
Karl Meidl
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Kategorie: TUS-Presse