RZ (27.11.06): Asbach - Mündersbach
TuS kann SGM-Siegesserie nicht stoppen
Bezirksliga Ost: Schwache Asbacher müssen sich Mündersbach/Roßbach/Raubach geschlagen geben
TuS Asbach - SG Mündersbach 0:3 (0:1)
ASBACH. Fünf Partien in Folge hatte der Aufstiegskandidat der Bezirksliga Ost, die SG Mündersbach/Roßbach/ Raubach, bereits gewonnen. Die Fußballer des TuS Asbach, wohl wissend, was sich als guter Gastgeber gehört, taten ihr Bestes, um diese vielversprechende Serie nicht zu durchbrechen: Nach einer spielerisch schwachen, wenn auch streckenweise kämpferisch ansprechenden Leistung mussten die Hausherren eine 0:3 (0:1)-Niederlage einstecken.
Von einer "miserablen Leistung" seiner Mannschaft sprach TuS-Coach Joachim Weißenfels: "Die meisten Leute, die heute auf dem Platz standen, haben nicht annähernd die Leistung gebracht, die man von ihnen erwarten kann", machte er seinem Ärger Luft. Kein gutes Haar wollte der Trainer an seiner Mannschaft lassen und sparte auch nicht mit Selbstkritik. "Die Vorstellung auf dem Rasen war ebenso schlecht wie die Aufstellung, die Taktik und die Einwechslungen."
In etwas positiverem Licht sah Gäste-Coach Helmut Meuer das Asbacher Spiel: "Die ersten 20 Minuten haben wir gut agiert, danach haben wir uns streckenweise das Leben unnötig schwer gemacht und Asbach ins Spiel kommen lassen." Das hört sich doch schon ganz anders an. Tatsächlich bemühte sich der TuS, sich nach Timo Wolfkeils frühem Treffer zum 0:1 (7.) nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Immer wieder suchten die Hausherren durch schnelle Konter nach Chancen und brachten die Favoriten mit ihren Aktionen zumindest ins Schwitzen. Die SG konnte nach mehreren vergeblichen Versuchen des Asbacher Torjägers Christoph Vollmert ihren dünnen Vorsprung zwar über die Pause retten, doch das Spiel gestaltete sich in Hälfte eins abwechslungsreicher und spannender, als es die Tabellensituation vermuten ließ.
Doch da ein Fußballspiel bekanntermaßen 90 Minuten dauert, hatten die Asbacher noch viel Zeit, das ansehnliche Spiel der ersten Halbzeit, durch ein fahriges, durch Hektik und Unaufmerksamkeit geprägtes Gekicke zu ersetzen. Nach dem zweiten Gegentreffer, den der kleine, giftige und wuselige Mündersbacher Daniel Morosini in der 51. Minute erzielte, war es dann ganz um die Moral der Weißenfels-Truppe geschehen. Nach weiteren Versuchen der SG-Spieler Stefano Mari (68.) und Timo Wolfkeil (75.) fand die Begegnung schwerpunktmäßig in der Asbacher Hälfte des Kunstrasenplatzes statt.
Nachdem TuS-Spieler Torsten Hess in der 80. Minute von Weißenfels vom Platz genommen wurde - Gründe dafür wollte der Trainer nicht nennen - hatten die verbliebenen zehn TuS-Akteure wohl nur noch einen Wunsch: das Spiel schnell hinter sich zu bringen. Zwar mussten die Gäste in der 87. noch einmal um das "zu Null" bangen, als ein Schuss von Asbachs Labinot Prenku in der 87. Minute eben noch von der Linie gekratzt werden konnte - doch gefährlich wurde der TuS den Gästen nicht mehr. "Kurz vor Schluss mussten wir noch einmal zittern", bemängelte Meuer die Asbacher Chance. "Aber im großen und ganzen waren wir die klar bessere Mannschaft. Das haben wir vor allem durch Jeton Muricis Treffer zum 3:0 in der 89. Minute noch einmal unterstrichen." Sonja Weber
Asbach: Komor - Prangenberg (53. Freymann), Reufels, Weidenbrück, Gey, Konrad (45. Fischer), Schmitz, Hess, Prenku, Brosewski, Vollmert (45. Knipp).
Mündersbach: Schulz - Rihani, Mari (89. Dreser), Wisser, Walter (83. Dugandzic), Kahlert, Altan, Weber, Morosini (71. Yousuf), Murici, Wolfkeil.
Schiedsrichter: Cafer Gül (Kaltenengers).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Wolfkeil (7.), 0:2 Morosini (51.), 0:3 Murici (89.).
Beste Spieler: Prenku, Weidenbrück - Morosini, Weber.