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RZ (06.11.): Asbach - Oberbieber

TuS setzt erfolgreiche Nadelstiche


Fußball-Bezirksliga: Asbacher erkämpfen sich einen knappen Sieg gegen einen spielerisch hochüberlegenen VfL Oberbieber

Ein hochüberlegen geführtes Spiel zieht nicht zwangsläufig drei Punkte nach sich. Diese bittere Erfahrung musste der Fußball-Bezirksligist VfL Oberbieber im Kreisderby beim TuS Asbach machen.

TuS Asbach - VfL Oberbieber 2:1 (1:0)

ASBACH. Auch so kann man sich drei Punkte angeln: Der Fußball-Bezirksligist TuS Asbach zog sich im gestrigen Duell mit dem VfL Oberbieber von Beginn an weit in die eigene Hälfte zurück, wandelte dann zwei von insgesamt drei guten Einschussmöglichkeiten in Tore um und durfte somit am Ende einen schmeichelhaften 2:1 (1:0)-Sieg feiern.

Beinahe 90 Minuten lang lautete das erfolgreiche taktische Asbacher Mittel: Hinten tief stehen, nach vorne hoch und weit spielen. Oberbieber kombinierte dagegen flüssig, vergaß darüber hinaus aber das Tore schießen. "Wenn der VfL mit 1:0 in Führung geht, dann kassieren wir wahrscheinlich in der Folge ein halbes Dutzend Tore", war TuS-Trainer Joachim Weißenfels heilfroh, dass eben nicht der VfL, sondern seine Asbacher früh mit 1:0 durch einen Treffer von Pascal Konrad vorne lagen (11). "Danach haben wir uns taktisch hervorragend verhalten, den VfL kommen lassen und selbst die entscheidenden Nadelstiche gesetzt."

Nadelstiche, die dem VfL so weh tun mussten, als wären sie mit extra dicken Wollpullover-Stricknadeln ausgeführt worden. Denn auch das 2:0 durch Labinot Prenku, von dem ansonsten über das gesamte Spiel hinweg überhaupt nichts zu sehen war, fiel in eine Phase, in der der VfL am Drücker und absolut überlegen war. "Aber was hilft uns alle Schönspielerei, wenn vorne die Durchschlagskraft fehlt", haderte VfL-Coach Charly Grün mit der Chancenverwertung seiner Elf. "Es war deutlich zu sehen, dass beim ein oder anderen nach den vielen Negativerlebnissen in den vergangenen Wochen das Selbstvertrauen schwindet. Aber mal ganz abgesehen davon hatte natürlich auch der Asbacher Keeper Waldemar Komor einen echten Sahnetag erwischt."

In der Tat war es der TuS-Schlussmann, der sich vor allem nach der Pause den Titel "Held des Tages" verdiente. Gleich mehrmals rettete Komor mit klasse Paraden bei den Abschluss-Versuchen von Ahmed Akbulut (57.), Vulnet Kaziu (75.) und Udo Molitor (30., 41., und 83.), der immer wieder mit seinen scharf geschossenen Standards auf sich aufmerksam machte.

Bezwungen wurde Komor nur ein Mal: Nach einer Molitor-Ecke hatte sich Abwehrschlacks Christian Leiendecker nach vorne geschlichen und per Kopf den Anschlusstreffer besorgt (63.). Bei Asbach gab es allerdings auch noch eine dicke Chance zu notieren: Manfred Brosewski traf in der 69. Minute aber nur das Lattenkreuz. Bernd Nußbaum

Asbach: Komor - Prangenberg, Reufels, Weidenbrück, Staubi (11. Gey), Konrad, Schmitz (85. Knipp), Hess, Prenku, Brosewski, Vollmert (66. Fischer).

Oberbieber: Winning - Petry, Leiendecker, Grunewald, Dümmler (59. Rempfer), V. Kaziu, G. Akkurt, Samardzija (36. N. Kaziu), Kaster, Akbulut, Molitor.

Schiri: Mario Becker (SV Vettelschoß).

Zuschauer: 80.

Tore: 1:0 Konrad (11.), 2:0 Prenku (58.), 2:1 Leiendecker (63.).

Beste Spieler: Komor - Molitor.

Nächste Aufgabe für Asbach: am Sa., 16 Uhr, in Wissen; für Oberbieber: am So., 19. Nov., 14.30 Uhr, in Mündersbach.

06.11.2006 10:53:09
Karl Meidl
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Kategorie: TUS-Presse