RZ (05.10.): Sportpark Asbach
Asbacher wollen neuen Sportpark
Rat bewilligt das 780 000-Euro-Projekt - Gemeinde hofft auf Förderung
Viel schneller als geplant setzte sich der Asbacher Rat mit dem möglichen Bau eines Sportparks auseinander. Lange schon hat man in der Westerwaldgemeinde festgestellt, dass der bestehende Sportplatz nicht mehr den Bedürfnissen der Sporttreibenden genügt. Jetzt soll ein neuer her.
ASBACH. Für rund 950 Sportler des TuS Asbach und über 1000 Schüler, die im Schulunterricht sportlich gefördert werden sollen, reichen die Kapazitäten des bestehenden Sportplatzes in Asbach nicht mehr aus. Viele Gruppen müssen ausweichen und alternative Trainingsplätze in Nachbargemeinden aufsuchen. Nun könnte eine schnelle Abhilfe in Sicht sein. Durch das Förderungsprogramm zum sogenannten "Goldenen Plan" des Landes kann Asbach eventuell schneller zu dem lang ersehnten Sportpark kommen als gedacht.
"Vonseiten der Verbandsgemeinde Asbach, insbesondere auch Asbachs Ortsbürgermeister Helmut Reith, wurde nochmals die Großmaßnahme Sportpark Asbach in die Diskussion im Kreisausschuss eingebracht", erklärte Bürgermeister Siegfried Schmied in der Sitzung des Asbacher Rates.
Im Kreisausschuss würde zurzeit darüber nachgedacht, die Schwimmbäder in Neuwied, Unkel und Dierdorf aus einem separaten Fördertopf zu bedienen. Wenn dieser Fall eintrete, könnte der "Sportpark Asbach" auf Nummer eins der Prioritätenliste 2007 stehen, hofft Schmied.
"Wir sind nah dran, eine große Vision zu realisieren", sagte Achim Hallerbach, Vorsitzender der Asbacher CDU-Fraktion. "Der Sportpark ist ein wichtiges Projekt, um in Asbach auch weiterhin eine qualitativ gute Infrastruktur zu bieten. Wir haben den brennenden Willen, dieses Ziel zu erreichen."
Auch die SPD sieht die Notwendigkeit für eine weitere Sportstätte. "Das Thema Sportpark muss angepackt werden. Der TuS ist der attraktivste Verein im Ort, und auch der Schulsport muss in ausreichendem Maße gesichert sein", betonte Günter Behr, Fraktionschef der Asbacher SPD. Kritisch sieht der Sozialdemokrat allerdings die zukünftige Haushaltsgestaltung, da mit dem Bau des Sportparks hohe Investitionen von rund 800 000 Euro auf die Gemeinde zukommen. "Ich bin mir sicher, dass wir auch dieses Projekt ohne Kredit schultern können", erklärte Ortsbürgermeister Reith (CDU). Man könne den Bau der Umlaufbahnen, der zusätzlich mit rund 300 000 Euro zu Buche schlägt, vorerst verschieben. Wichtig seien in erster Linie ein weiterer Sportplatz und ein Sportlerheim, in dem ausreichende Umkleidekabinen vorhanden seien.
Dem vom Neustädter Planungsbüro Dittrich erstellten Bebauungsplan "Sportpark Asbach" stimmte der Rat zu. Nun hoffen die Asbacher Politiker, dass der Neuwieder Kreisausschuss der Förderung dieses Großprojektes zustimmen wird. (bc)