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RZ (04.09.): Asbach - Neuwied

Asbach ist klar besser


Bezirksliga Ost: TuS bezwingt die SG Neuwied

Am vergangenen Mittwoch kaufte die SG Neuwied dem VfL Oberbieber den Schneid ab. Gestern ließ sich die SGN den Schneid abkaufen. Und zwar von starken Asbacher Gastgebern, die ihren ersten Saisonsieg in der Fußball-Bezirksliga Ost feierten.

TuS Asbach - SG Neuwied 3:0 (3:0)

Die zweite Halbzeit der Bezirksliga Ost-Partie zwischen den Fußballern vom TuS Asbach und der SG Neuwied war ungefähr so spannend wie ein Krimi, in dem der Mörder schon nach wenigen Seiten geständig ist und sich noch nicht einmal bemüht, falsche Fährten zu legen. Die erste Hälfte gestaltete sich dagegen umso abwechslungsreicher: Nach 40 Minuten lagen die Hausherren bereits mit 3:0 in Führung und spazierten mit eben diesem Ergebnis nach 90 Minuten gut gelaunt als Sieger vom Platz.

"Wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen", freute sich TuS-Trainer Joachim Weißenfels über den ersten Saisonsieg. "In der ersten Halbzeit hat das Team sehr effektiv gespielt." Vor allem das erste Tor des Tages war für die rund 150 Zuschauer auf dem Asbacher Kunstrasenplatz ein echter Augenschmaus: Tief in der eigenen Hälfte stehend schnappte sich Stefan Staubi das Leder, kämpfte sich couragiert an Freund und Feind vorbei in Richtung des gegnerischen Tores, passte zielgenau auf den links außen bereitstehenden Pascal Konrad, der dem Angreifer den Ball wieder so präzise auf den Kopf flanke, dass dieser nur noch zum 1:0-Führungstreffer einnicken brauchte (13.). Auch der zweite Treffer, den Sascha Gey für sich verbuchen konnte, lief gänzlich ohne Eingreifen der Neuwieder Hintermannschaft ab (25.). "Die Neuwieder haben die erste Halbzeit komplett verschlafen, wir konnten unser Spiel durchziehen", analysierte Weißenfels. Ähnlich sah dies SGN-Coach Manfred Jansen: "Wir sind heute einfach nicht ins Spiel gekommen." Tatsächlich waren die Gäste aus Neuwied auch bei Christoph Vollmerts Treffer zum 3:0 wieder einen Schritt zu spät (40.). "Die Asbacher haben heute das mit uns gemacht, was wir in der letzten Woche mit Oberbieber gemacht haben - wir dürfen uns nicht auf den Lorbeeren eines guten Spiels ausruhen."

Die zweite Halbzeit der Partie hielt keine Überraschungen mehr bereit, der "Krimi" auf dem Asbacher Rasen war vorzeitig beendet: Neuwied fügte sich weitestgehend brav in sein Schicksal. Allenfalls Frederik Busch weckte die Zuschauer aus ihrem sanften Schlummer, als er nach einem wütenden Schubser gegen Staubi kurz vor Schluss Rot sah (89.). "Die Mannschaft ist noch sehr jung und muss noch viel lernen", erklärte Jansen. "Irgendwie habe ich die Niederlage nach der guten Leistung gegen Oberbieber erwartet. Ich hoffe, dass die Jungs aus dieser Erfahrung lernen werden."

Sonja Weber

08.09.2006 16:53:44
Karl Meidl
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Kategorie: TUS-Presse