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GA (04.03.): Lospech für den TuS

Der Traum vom großen Glück dauert nur fünf Tage


Der Fußball-Bezirksligist TuS Asbach verpasst ein Spiel gegen die Nationalelf

Asbach. (ley) Der Traum vom großen Glück dauerte exakt fünf Tage. Erst zu Karneval waren die Verantwortlichen des Wied-Bezirksligisten TuS Asbach vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) darüber informiert worden, dass sie bei der Aktion "Klub 2006 - Die WM im Verein" die Endauslosung um ein Freundschaftsspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft erreicht hatten.

Am Aschermittwoch kehrte dann pünktlich nach den "tollen Tagen" der Kater bei den Asbachern ein. Doch die Enttäuschung hielt sich in Grenzen, als Oliver Bierhoff in seiner Eigenschaft als Manager des Nationalteams in der Halbzeitpause des Länderspiels gegen Italien den ostdeutschen Verbandsligisten Luckenwalde aus dem Lostopf zog.

Immerhin gibt es als "Trostpreis" 20 Eintrittskarten für ein Länderspiel der Nationalelf - allerdings nicht für ein WM-Spiel. Etwa 100 Anhänger des TuS feierten mit dem Kamerateam des Südwestfunks, ARD-Moderator Holger Wiens und Radio RPR rund um das verschneite Klubheim und verfolgten auf einer Großbildleinwand die Ziehung.

Nur Asbachs Coach Joachim Weißenfels schaute süß-sauer in die Runde. Doch Weißenfels wäre nicht Weißenfels, wenn er nicht auf seine ihm eigene Weise die Auslosung kommentiert hätte: "Im Grunde genommen hat die Nationalelf großes Glück gehabt, nicht gegen uns antreten zu müssen", meinte er nach der blamablen 1:4-Pleite der Auswahlkicker in Florenz.

Und für seinen "Kollegen" Jürgen Klinsmann hatte er gleich noch ein paar taktische Ratschläge parat: "Er darf natürlich nicht den Fehler machen, nur Reservisten und Rekonvaleszenten einzusetzen. Das würde in der Bezirksliga auch Probleme geben", meint er sarkastisch.

Und ernsthaft fügte er hinzu: "Klinsmann macht sich mit seinen Entscheidungen mittlerweile mehr als unglaubwürdig. Erst fordert er von seinen WM-Kandidaten Spielpraxis im Verein, dann lässt er Leute wie Christoph Metzelder und Robert Huth auflaufen, die in ihren Vereinen lediglich auf der Erstzbank sitzen."

Dass die Asbacher überhaupt auf das "große Spiel" hoffen durften, hatten sie ihrem Engagement bei der WM-Kampagne zu verdanken. Bei der Aktion galt es unter anderem, eine WM-Fahne zu gestalten und das DFB-Fußballabzeichen abzulegen. "Wir waren überrascht, dass wir überhaupt so weit gekommen sind", erklärte Weißenfels.



04.03.2006 09:32:42
Karl Meidl
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Kategorie: TUS-Presse