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RZ (21.11.): Linz - Asbach

Keine Tore am Kaiserberg


Bezirksliga Ost: VfB Linz und TuS Asbach trennen sich 0:0 - Weißenfels zufrieden - Gey vor Rückkehr?

Es gibt sie ja, diese 0:0-Spiele, die trotzdem mit dem Prädikat prickelnd versehen werden. Die Partie zwischen Gastgeber VfB Linz und dem TuS Asbach wird aber nicht als eine solche in die Annalen der Fußball-Bezirksliga Ost eingehen. Zumindest der Gast wird das aber locker verschmerzen können.

LINZ. Dem Spiel haben die Tore gefehlt. Beziehungsweise nur das eine Tor, das Fußballpartien so manches Mal besser, feuriger, schlichtweg ansehnlicher macht. Aber weil es nicht fiel, trennten sich die Bezirksligisten VfB Linz und der TuS Asbach in einem für Derby-Verhältnisse recht emotionslosen Auftritt auf dem Kaiserberg 0:0.
Woran es lag, dass die gut 20 Kilometer voneinander entfernten Orte relativ reserviert miteinander umgingen? "Der Wille war zwar vor allem in der zweiten Halbzeit da", sagte VfB-Coach Martin Lorenzini,
"aber wir haben insgesamt einfach zu wenig getan, um zu gewinnen."
Stimmt. Asbachs Trainer Joachim Weißenfels lag ebenfalls richtig mit seiner Analyse, "dass wir hier nicht in der Verpflichtung waren, mehr zu machen. Wir spielen um den Klassenverbleib und sind mit dem Remis zufrieden." 20 Punkte hat der TuS für sein Ansinnen bislang gesammelt, "auch damit bin ich absolut zufrieden", konstatierte Weißenfels. Es hätten aber durchaus 22 Zähler werden können. "Linz kann sich bei seinem Torwart bedanken, dass wir nicht noch gewonnen haben", wusste Asbachs Trainer und spielte auf die Szene in der 85. Minute an. Eine Flanke des eingewechselten Asbachers Oliver Fischer fiel punktgenau auf den Kopf seines ebenfalls eingewechselten Kollegen Sascha Stenzel. Der hatte an der Grenze des Fünfmeterraums alle Zeit der Welt, sich für eine Ecke zu entscheiden. Er entschied sich aber für keine Ecke, sondern für die Mitte des Tores. Doch da stand VfB-Keeper Florian Willms und rettete mit einem Reflex das Unentschieden. Es war die größte Chance des gesamten Duells. Vergleichbar nur noch mit der, die der gestern fast abgemeldete Top-Torjäger der Liga hatte. Aber Sascha Rohde fand in der elften Minute ebenfalls in einem Torhüter seinen Meister: Pascal Solscheid wehrte seinen Schuss aus kurzer Distanz ab. Ein Tor in dieser Phase hätte der Begegnung wie erwähnt gut getan - aus neutraler Sicht, versteht sich. So war die Partie lange Zeit sehr von gegenseitigem Respekt geprägt. Stabile Abwehrreihen verrichteten ohne viel Federlesens ihren Dienst zur Zufriedenheit ihrer Übungsleiter. Nach etwas mehr als einer Stunde öffneten beide Teams ihr Visier etwas, aber auch nicht mehr. Daher blieb"s beim 0:0. Was beide Trainer als "im Endeffekt gerecht" empfanden.
Das wird auch Sascha Gey vor Ort so gesehen haben. Der Ex-Asbacher, der aus beruflichen Gründen vor der Saison zum C-Ligisten SSV Buchholz/Kölsch-Büllesbach gewechselt war, könnte nach der Winterpause wieder für seinen Ex-Klub spielen. "Er ist bei uns im Gespräch, ich würde ihn gerne nehmen", sagte Weißenfels, "aber das müssen die Vereine untereinander ausmachen." Sollten sie so miteinander umgehen wie Linz und Asbach gestern, dürfte der Wechsel jedenfalls kein Problem werden.
Mirko Bernd

Linz: Willms - Rings, Honnef, D. Lahr, Arslan, Eimermacher, Rubel (57. Wenzelmann), Jasigi, M. Schopp (74. I. Kaplan), Kaya, Rohde.

Asbach: Solscheid - Nowak, Albrecht, Geuß, Bicer, Kick (60. Fischer), Konrad, Hess, Schmitz (76. Stenzel), Brosewski, Vollmert (83. Plahs).

Schiedsrichter: Benedikt Kempkes (Kruft).
Zuschauer: 100.

Beste Spieler: Willms, Rings - Nowak, Albrecht.
24.11.2005 10:09:40
Karl Meidl
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Kategorie: TUS-Presse