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RZ (07.11.): Asbach - Herdorf

Asbach dominiert die Partie der Neulinge ganz klar


Bezirksliga Ost: Mit einem deutlichen 4:1 entscheidet der TuS das Aufsteiger-Duell gegen die schwache SG Herdorf für sich

ASBACH. "Was wir heute hier geboten haben, war absolut beschämend", schnaubte Peter Zimmermann, Trainer der SG Herdorf. Mit vielen Fans waren die Aufsteiger aus dem Hellertal zum Bezirksliga -Ost-Duell ins 60 Kilometer entfernte Asbach gereist. Doch auch ein Bus voller gedrückter Daumen konnte die 1:4 (1:0)-Niederlage gegen einen souverän aufspielenden TuS nicht verhindern.
Bereits in der 15. Minute gerieten die Gäste durch einen Treffer von Tobias Schmitz ins Hintertreffen. Um Egalisierung bemüht, trieb die SG das Spielgerät immer wieder in Richtung des gegnerischen Strafraums. Mangelnde Entschlossenheit und harmloses Kombinationsspiel machten es den Asbacher Abwehrreihen leicht. Nur gelegentlich bahnten sich halbherzige Distanzschüsse den Weg bis in die Arme von TuS-Keeper Pascal Solscheid. "Wir waren in der ersten Halbzeit überlegen, haben es aber versäumt, klarer in Führung zu gehen", bemängelte Asbachs Coach Joachim Weißenfels. Nach Chancen von Christoph Vollmert und Thorsten Hess war es schließlich Lothar Kick, der das Spielgerät zur 2:0-Führung in den Maschen des Herdorfer Gehäuses versenkte. Nach einer verunglückten Rettungstat von SG-Spieler Tristan Zok war das Leder direkt vor den Füßen des TuS-Kapitäns Kick gelandet, der schnell reagierte und einschob: Herdorfs Torhüter Dennis Reinschmidt hatte keine Chance. "Das 2:0 kurz vor der Pause war aus meiner Sicht die spielentscheidende Situation", analysierte Weißenfels. "In der zweiten Spielhälfte haben wir unsere Führung zwar ausgebaut, aber wir waren immer hart an der Grenze, uns die Butter noch vom Brot nehmen zu lassen." Tatsächlich zeichnete sich Asbachs Spiel nach der Pause durch viele Unkonzentriertheiten und Fehlpässe aus. In der eigenen Hälfte stand man sich auf den Füßen, nach vorne gelang wenig. Doch auch Herdorf konnte sich nicht zu einer Aufholjagd entschließen. Zwar zappelte der Ball in der 61. Minute im Asbacher Tor, doch Schiri Alexander Müller entschied auf Abseits. "Wir hätten die Trikots zu Hause lassen und in weißen Anzügen anreisen sollen", beklagte SG-Trainer Zimmermann die mangelnde Einsatzfreude seiner Mannschaft. "Den Spielern geht es offensichtlich zu gut. Wir müssen an unserer Einstellung arbeiten." Es fehlte der Biss, Schüssen aus der Distanz die Schärfe, Zweikämpfe wurden vermieden und auch der Wille zum Sieg schien in der Umkleidekabine vergessen worden zu sein.
Zwar fand in der 83. Minute ein Schuss von Denis Schuhen den Weg ins Asbacher Tor, doch war der Vorsprung der Heimmannschaft durch ein Kontertor vom eingewechselten Oliver Fischer inzwischen auf drei Tore angewachsen (70.). Beim 3:1 sollte es aber nicht bleiben: Noch in der 90. Minute erzielte Thorsten Hess per Freistoß das 4:1. "Natürlich freue ich mich über den Sieg, obwohl er aufgrund der zweiten Halbzeit in dieser Höhe nicht verdient war," erklärte Weißenfels. "Dieses Spiel hätte deutlich spannender ausfallen können."
Sonja Weber

Asbach: Solscheid - Nowak, Albrecht, Geuß, Bicer, Kick, Konrad (63. Stenzel), Hess, Schmitz (87. Meta), Brosewski, Vollmert (68. Fischer).

Herdorf: Reinschmidt - Basyigit, Zok, Weber, Otterbach (65. Räder), Murcak, Dermentzopoulus, Inan, Peucker, John (48. Schuhen), Saftekin (55. Meijlink).

Schiedsrichter: Alexander Müller (Etzbach).

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Schmitz (15.), 2:0 Kick (44.), 3:0 Fischer (70.), 3:1 Schuhen (82.), 4:1 Hess(90.).

Beste Spieler: Kick, Schmitz - Inan, Schuhen.

Nächste Aufgabe für Asbach: am Sonntag, 14.30 Uhr, in Weitefeld.
07.11.2005 16:50:45
Karl Meidl
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Kategorie: TUS-Presse