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RZ: TuS Asbach - SSV Weyerbusch (16.10.)

Asbach: Niederlage und Platzverweise


Bezirksliga Ost: TuS dezimiert sich beim 0:1 im Heimspiel gegen den SSV Weyerbusch selbst

ASBACH. Die Mission war klar vorgegeben: Ein Sieg gegen das Schlusslicht SSV Weyerbusch musste für den TuS Asbach her, um nicht selbst auf einen Abstiegsplatz der Fußball-Bezirksliga Ost zu rutschen. Elf Asbacher waren angetreten, um diesen Auftrag zu erfüllen, doch die Mission scheiterte und das Geschrei war groß: Drei Spieler wurden mit der gelb-roten Karte zum Duschen geschickt, bevor die Partie nach quälend langen 97 Minuten schließlich mit 0:1 (0:0) verloren gegeben werden musste.
"Dieses Spiel war mehr Krampf als Kampf", urteilte TuS-Trainer Joachim Weißenfels. "Das war eine fürchterlich schlechte Partie heute. Leider hat sich der Schiedsrichter mit seiner Leistung dem Niveau des Spiels angepasst." Die Schwemme der gelben Karten - sieben waren es an der Zahl - kam allerdings erst in der zweiten Spielhälfte so richtig in Gang. Die ersten 45 Minuten verliefen vergleichsweise unspektakulär - nicht nur, was die Verwarnungen betraf. Auch der Ball, den TuS-Torjäger Christoph Vollmert in der 43. Minute ins Weyerbuscher Tor beförderte, brachte nichts Zählbares: Schiedsrichter Sebastian Schmidt entschied auf Abseits. Nach der Pause wurde die bis dahin ruhige Partie immer zerfahrener. Der Asbacher Ärger über eine ungenutzte Chance von Christoph Vollmert (58.) rächte sich mit einer Unaufmerksamkeit der eigenen Abwehrreihen: Mit strammem Schuss konnte Sebastian Bettgenhäuser das Spielgerät zur 1:0-Führung im gegnerischen Tor platzieren (61.) "Wir haben insgesamt disziplinierter und kontrollierter gespielt als die Asbacher", lobte SSV-Trainer Dirk Klawczynski die Leistung seiner Mannschaft. "Die TuS-Spieler haben am Ende viel zu viel rumgemeckert und sich damit ihre Chancen selber verbaut." Die TuS-Bilanz: Zwei gelbe und drei gelb-rote Karten auf Asbacher Seite. "Der Knackpunkt war die Ampelkarte gegen Andreas Geuß", haderte Weißenfels mit der Entscheidung des Schiris in der 77. Minute. "Danach haben wir total den Faden verloren." Christoph Vollmert, der bereits wegen Meckerns Gelb gesehen hatte, folgte seinem Mannschaftskollegen in der dritten Minute der Nachspielzeit in die Kabine. Eine Gelb-Rote Karte gegen Patrick Noisten minimierte das Asbacher Team kurz vor Ende der Partie auf acht Akteure.
"Dass dies kein schönes Spiel werden würde, war klar", räumte Klawczynski im Nachhinein ein. "Die Partie war für beide Mannschaften sehr wichtig. Ich freue mich, dass wir es waren, die den kühleren Kopf behalten haben."
Sonja Weber

Asbach: Solscheid - Nowak, Noisten, Geuß, Bicer (83. Albrecht), Kick, R. Konrad (71. Hess), Stenzel, Schmitz (63. Plahs), Brosewski, Vollmert.

Weyerbusch: Becker - Trifan, Lorenz (70. Brey), Heiden, Zelner, Saygan (70. Müller), Knipp, Stahl, Engelhardt (46. Nagel), Özdem, Bettgenhäuser.

Schiedsrichter: Sebastian Schmidt (Bad Honnef).
Zuschauer: 250.

Tor: 0:1 Bettgenhäuser (61.).

Beste Spieler: Kick - Bettgenhäuser, Engelhardt.

Besonderheiten: Gelb-Rote Karte gegen Asbachs Geuß (77.) und Noisten (95.) wegen wiederholten Foulspiels; Gelb-Rot gegen Asbachs Vollmert (93.) wegen Meckerns.
19.10.2005 10:11:09
Karl Meidl
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Kategorie: TUS-Presse