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RZ - Vorschau (04.03.): Kreisliga A

Die alternative Liste ist recht lang


Fußball-Kreisliga A Ww/Wied: Absagen, Neuansetzungen und schwierige Vorbereitung lassen hiesige Teams nicht verzweifeln

Eigentlich hätte die Fußball- Kreisliga A Westerwald/Wied am Wochenende ihren Spielbetrieb nach der Winterpause wieder aufnehmen sollen. Eigentlich. Der Winter hat aber etwas dagegen. Die RZ hörte sich bei den A-Liga-Teams aus dem Kreis Neuwied um, was Absagen, Vorbereitung und den Spielerkader betrifft.

KREIS NEUWIED. Der Spielausschuss des Fußballverbandes Rheinland hat alle Partien von Rheinlandliga abwärts für das anstehende Wochenende abgesagt. Der erste Spieltag nach der Winterpause und insgesamt 18. in der Fußball- Kreisliga A Westerwald/Wied fällt somit ebenfalls aus. Die RZ befragte die neun A-Liga- Vereine im Kreis Neuwied zur Komplettabsage, zur Vorbereitung und zu Neuzugängen beziehungsweise Abgängen.

TuS Asbach: "Wir haben weder Neuzugänge noch Abgänge zu vermelden", sagt Karl Meidl, Vorsitzender des TuS. Der Tabellenführer hatte in den vergangenen Wochen nur selten die Möglichkeit, in die Asbacher Sporthalle auszuweichen. Also wurde der Ausweichplatz in Lohmar oder die Halle in Oberlahr aufgesucht. Meidl zur Ausfallproblematik: "Wir haben noch das Nachholspiel gegen Roßbach II vor der Brust. Zudem ist jetzt noch nicht klar, ob überhaupt der nächste Spieltag ausgetragen werden kann." Der TuS-Chef setzt sich für eine Ansetzung eines kompletten Spieltags ein. "Vielleicht wäre das sogar nach dem eigentlichen letzten Spieltag am 8. Mai möglich."

SG Puderbach/D.-U./D.: Mit Rückkehrer Waldemar Puder kann SG-Coach Rolf Kahler auf Verstärkung im Mittelfeld bauen. Puder war anderthalb Jahre in Rußland. Mit Daniel Beer wanderte ein Spieler nach Neustadt ab. "Wir haben mit der Mannschaft frühzeitig den Urbacher Kunstrasenplatz von Schnee und Eis befreit. Die halbe Fläche ist bespielbar", so Kahler, der sich zudem auf den Einsatz von Waldemar Kostin freut. Nach der Fußoperation im Juni 2004 kann der Stürmer wohl wieder 100-prozentig angreifen.

SSV Heimbach-Weis: Stojan Bosic, Patrick Steinhauer und Jörg Fitzke kamen wie bereits vermeldet von der SG Oberbieber zurück nach Heimbach-Weis. Mit Ralf Wendel wurde ein Akteur an den FC Plaidt abgegeben. "Wir haben im Soccer-Court von Weißenthurm den Ausgleich zum Fußball im Freien gesucht. Auch Freundschaftsspiele auf bespielbaren Kunstrasenplätzen haben die Mannschaft bei Laune gehalten", sagt SSV-Abteilungsleiter Bernd Welter. Für Heimbachs Coach Werner Mannebach steht fest: Der Fußballverband sollte sich zukünftig einen neuen Aufbau des Spielplans einfallen lassen. "Warum nicht beispielsweise im Dezember eine Woche dranhängen", fragt Mannebach.

SV Windhagen: "Bei uns gab es keine Spielerbewegungen zur Winterpause", sagt SV-Trainer Dirk Schommers. Mit Goalgetter Ralf Sojka kehrt in jedem Fall ein wichtiger Spieler in den Kader zurück; seine Knieverletzung ist ausgeheilt. "Die schlechten Verhältnisse, auch auf unserem Kunstrasenplatz, ließen nur Laufübungen oder alternativ Hallentraining zu", sagt der Windhagener Trainer.

SG Roßbach/Verscheid II: Oliver Spies und Jens Altmann sind neu bei der SG-Reserve, Marc Schuster wurde an B-Ligist Niederbreitbach abgegeben. "In Roßbach und Verscheid ist Fußball spielen derzeit unmöglich", sagt SG-Trainer Christoph Schäfer, der dem Start nach der Winterpause entgegenfiebert.

TuS Rodenbach: "Thomas Krüger hat uns in Richtung SG Neuwied verlassen. Allerdings haben wir mit Björn Henning vom SSV Heimbach- Weis, Stefan Buchner von der SG Neuwied und Viktor Hartmann vom CSV Neuwied drei Neuzugänge zu vermelden", sagt TuS-Abteilungsleiter Jörg Schmitz. Zur Vorbereitung sagt er: "Entweder war die Mannschaft in der Weißenthurmer Halle zum Indoor- Soccer oder in anderen Sporthallen aktiv."

SG Feldkirchen/Hüllenberg: Frank Klar wechselte zu Bezirksligist Oberbieber, Markus Fuchs vom FC Plaidt konnte als Zugang gewonnen werden. "Die Vorbereitung lief denkbar schlecht. Die Plätze sind beinahe alle unbespielbar und die Hallen sind durch andere Sportarten ausgebucht. Für die Mannschaft war die neue Soccer-Anlage in Weißenthurm eine echte Alternative", so Abteilungsleiter Peter Porsch.

DJK St. Katharinen: Null Abgänge, aber drei Zugänge beim Schlusslicht: Carsten Mohr vom VfB Linz, Dennis Ekinci vom SV Rheinbreitbach und Zlatko Neslokowski aus Frankfurt werden den Letzten verstärken. Besonders auf den Verbandsliga-erfahrenen Neuzugang Neslokowski aus Hessen wird in St. Katharinen gebaut. "Die Trainingsbeteiligung ist zurzeit super. Ich hätte gerne gespielt", sagt Coach Mario Leko.

DJK Neustadt/Fernthal: "Neuzugänge oder Abgänge haben wir keine zu vermelden", sagt DJK-Spielführer Christian Neumann. Allerdings ereilte den Tabellenvorletzten in der Vorbereitung eine Hiobsbotschaft: Christoph Schäfer brach sich beim Test in Fernthal das Schienbein. Davon abgesehen ist Neumann in punkto Neuansetzungen nach allen Richtungen offen: "Ob unter der Woche oder zum Saisonende hin - das spielt keine Rolle. Hauptsache, wir holen die Punkte zum Klassenverbleib."

RZ vom 04.03.2005 (Uwe Lederer)


04.03.2005 09:42:45
Karl Meidl
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Kategorie: TUS-Presse