RZ: Asbach - Puderbach (18.10.)
180 Zuschauer machen es richtig
Fußball-Kreisliga A Westerwald/Wied: Der TuS Asbach behauptet sich zu Hause gegen den Aufsteiger SG Puderbach mit 3:2
Langeweile? Fehlanzeige! In einer spannenden Partie setzte sich Tabellenführer TuS Asbach mit 3:2 gegen die SG Puderbach/Urbach-Dernbach/Daufenbach zu Hause in der Fußball-Kreisliga A durch.
ASBACH. Wer am Sonntagnachmittag Langeweile hatte, war selber Schuld. Denn wer sich an diesem Nachmittag auf dem Asbacher Kunstrasenplatz eingefunden hatte, bekam fußballerisch alles geboten - nur keine Langeweile. Rund 180 Zuschauer machten es richtig. Belohnt wurden sie mit einer von der ersten Minute an spannenden Kreisliga-A- Partie zwischen Tabellenführer TuS Asbach und der SG Puderbach/Urbach-Dernbach/Daufenbach. Dass Gastgeber Asbach die Partie schließlich mit 3:2 (1:1) für sich entschied, war weder gerecht noch ungerecht. "Das war einfach ein Bombenspiel und ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft", freute sich TuS-Trainer Joachim Weißenfels. "Sicher gab es vor allem gegen Ende zahlreiche Kontersituationen mit tollen Torchancen für Puderbach. Insofern hatten wir Glück, schließlich doch gewonnen zu haben." Dabei sah es zunächst gar nicht so aus, als müsste sich der Favorit gegen den Aufsteiger aus Puderbach so schwer tun. Bereits in der dritten Minute legte Pascal Konrad nach einem fatalen Fehler der SG-Defensive zum 1:0 vor. Puderbachs Spiel dagegen wirkte oft unsicher, viele Angriffsaktionen waren zu durchsichtig und wenig durchdacht, so dass sie vom Gegner schnell unterbunden wurden. Nicht so in der 19. Minute: Hier nutzte Eduard Merker eine kurze Unaufmerksamkeit der Asbacher Abwehr, um blitzschnell und unerwartet zum 1:1-Ausgleich abzuziehen. Nun war der Ehrgeiz der Kahler-Elf geweckt. Warum mit einem Punkt zufrieden sein, wenn man auch drei haben kann? Doch der Gegner war immerhin der Tabellenführer und auch dieser wollte sich nach der 2:6-Niederlage der vergangen Woche nicht noch einmal bloßstellen lassen. Besonders TuS-Spieler Sascha Gey hatte sich wohl einiges vorgenommen. In der 22. Minute hatte er allerdings Pech, als sein Schuss nur um Haaresbreite am Gästegehäuse vorbeischlitterte.
Die zweite Hälfte gestaltete sich nicht weniger spannend. Es dauerte aber bis zur 72. Minute, ehe Markus Ehgartner dem munteren Chancenvergeben auf beiden Seiten ein Ende setzte und sein Team mit 2:1 in Führung brachte. Dagegen hatte nun wieder Christoph Vollmert etwas einzuwenden. Sechs Minuten später gelang ihm mit seinem 17. Saisontor der Ausgleich (78.). "Es ist einfach nicht zu fassen", ärgerte sich SG-Coach Rolf Kahler. "So wie wir aufgetreten sind und die Asbacher beherrscht haben, hätten wir den Sieg verdient gehabt."
Sascha Gey war es, der dem Ex-Asbacher Kahler einen Strich durch die Rechnung machte. Nach vielen vergebenen Möglichkeiten schoss er sein Team zum Sieg (80.). Unschön wurde die bis dahin recht faire Partie in den letzten Minuten. Viele gelbe und eine gelb-rote Karte gegen Kevin Krug trübten den ansonsten spannenden Nachmittag. "Der Schiedsrichter hat durch seine Pfiffe die Partie kaputt gemacht", schnaubte Kahler, räumte aber ein, dass die Niederlage dennoch auf die eigene Kappe genommen werden müsse: "Wir sind am Ende müde geworden. Die letzten zwei Tore haben wir uns eigentlich selbst geschossen." (Sonja Franz)