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RHEIN-ZEITUNG: ASBACH - HÖNNINGEN

Asbach macht's den Großen nach


Fußball-Kreisliga A: Der TuS gewinnt 4:2 gegen die SG Dattenberg/Bad Hönningen - Weißenfels nur mit Resultat zufrieden

Der TuS Asbach machte gestern das, was Spitzenmannschaften wie zum Beispiel derzeit den VfB Stuttgart in der Bundesliga auszeichnet. Auch mal ein Spiel gewinnen, in dem es nicht so läuft. Und so bleiben sie im Rennen um Platz eins in der Fußball- Kreisliga A. Leidtragender war die SG Dattenberg/Bad Hönningen, die 2:4 verlor.

ASBACH. "Das Positive ist, dass wir gewonnen haben", stellte Asbachs Trainer Joachim Weißenfels nach dem 4:2 (2:0)-Sieg gegen die SG Bad Hönningen/Dattenberg in der Fußball-Kreisliga Westerwald/Wied nüchtern fest. Doch man ahnt es schon: Diesem verhaltenen Lob folgte ein großes Aber. "Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir hatten viele Torchancen und haben so wenig daraus gemacht. Das ist alles eine Folge unserer Unkonzentriertheit", ärgerte sich Weißenfels.
Doch es ging ja nicht alles daneben: Bereits nach acht Spielminuten hatte sich der TuS durch das frühe 1:0 durch Christoph Vollmert bei den Gästen aus Bad Hönningen Respekt verschafft. Allerdings hätte der Führungstreffer auch schon früher fallen können. Kurz nach Spielanpfiff blieb ein Paradeschuss von Lothar Kick unglücklich an der Latte des Bad Hönninger Gehäuses kleben. Unglücklich sahen auch die Bad Hönninger aus. Besonders die Verteidigung machte Coach Friedhelm Zwiener Sorgen: "Unsere Abwehrleistung war sehr schwach. Allerdings muss man auch sagen, dass wir in diesem Bereich im Moment verletzungsbedingte Ausfälle zu verkraften haben." André Plahs war es, der sich diese Schwäche zunutze machte und in der 28. Minute auf 2:0 erhöhte. "Es ist schade, dass wir so schnell zwei Tore reingekriegt haben. Das war schon direkt eine schlechte Ausgangssituation", haderte Zwiner mit der schwachen ersten halben Stunde. Doch nicht nur bei der Verteidigung zeigte die SG Defizite. 30 Minuten dauerte es bis zum ersten ernsthaften Torschuss von Gökhan Balta, den Keeper Pascal Solscheid jedoch glänzend parierte. Auch nach der Pause kamen die Gäste schwer in Gang und konnten dem strammen Schuss von Christoph Vollmert zum 3:0 (64.) nur staunend hinterher blicken. Der Elfmeter, den Manfred Brosewski zum 4:0 verwandelte (70.), resultierte aus einem Handspiel von Mohammed Semmache im Strafraum.
Es dauerte lange, bis es den Hönningern dann doch zu bunt wurde: Erst in der 80. Spielminute ließ Gökhan Balta sein Können aufblitzen, als er die gesamte Asbacher Verteidigung austanzte und zum 1:4 verkürzte. Neun Minuten später schickte er sogar noch das 2:4 hinterher. "Zu spät", wie Coach Zwiener treffend feststellte. Und er ergänzte: "Zum Schluss sind die Asbacher ein wenig arrogant geworden. Da hätte mehr drin sein können." Zwieners Kollege Weißenfels blickte schon weiter nach vorne: "Ich hoffe natürlich, dass wir weiterhin oben dran bleiben." Momentan rangieren die Asbacher auf dem zweiten Platz hinter Stahlhofen, das Selters mit 7:0 bezwang.
Weißenfels hatte zum Schluss noch ein Lob parat - dieses Mal aber kein verhaltenes: "Bester Mann auf dem Platz war heute der Schiedsrichter. Das möchte ich auch mal ganz ausdrücklich sagen." Der hieß Peter Meurer von der DJK Neustadt/Fernthal.



10.11.2003 10:12:52
Karl Meidl
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Kategorie: TUS-Presse