RZ: Asbach - Heimbach-Weis
Emotion gibt den Ton an
Fußball-Kreisliga A: TuS Asbach und SSV Heimbach-Weis trennen sich 3:3 - Weißenfels kocht
Emotionsgeladen war das Spiel zwischen Bezirksliga-Absteiger TuS Asbach und dem Landesliga-Absteiger SSV Heimbach-Weis in der Fußball-Kreisliga A allemal. Und torreich dazu, denn am Ende hieß es in Asbach 3:3 (3:1).
ASBACH. "Zum Spiel sage ich diesmal kein Wort. Nur zum Schiedsrichter." TuS- Trainer Joachim Weißenfels kochte nach der Fußball- Kreisliga-A-Partie seines TuS Asbach gegen Landesliga- Absteiger SSV Heimbach- Weis vor Wut. Und das nicht nur, weil seine Mannschaft die 3:1-Führung zur Pause noch aus der Hand gegeben und am Ende 3:3 gespielt hatte. Was Weißenfels wirklich auf die Palme brachte, war das Verhalten des Unparteiischen Walter Bleck: "Der Schiedsrichter hat unseren jungen Einwechselspieler Behar Prencu provoziert und beleidigt. Der Verband sollte da mal was unternehmen."
Tatsächlich verkam die anfänglich niveauvolle Begegnung durch die Diskussionen mit und über den Schiedsrichter zur Nebensache. Zum Glück hatte das Spiel aber auch eine erste Halbzeit: Auf das frühe Tor von SSV-Spieler Roman Dürksen (5.) reagierten die Platzherren mit dem Ausgleichstreffer, den Christoph Vollmert in der sechsten Spielminute künstlerisch wertvoll im Tor der Gäste versenkte. Auch den 2:1-Führungstreffer konnte Vollmert für sich verbuchen. Nach einem Fehler von Keeper Clemens Hasni nutzte er seine Chance und schob das Leder souverän in den freien Kasten der Gäste. Noch einen drauf setzte Sascha Gey, der kurz vor der Pause den Abstand zum Verfolger mit seinem Treffer zum 3:1 vergrößerte.
Diese Führung hätte der TuS Asbach nach der Pause ganz ruhig nach Hause schaukeln können. Stattdessen zeigt die Mannschaft von Weißenfels Nerven. Die "Schiri-Aufregung" auf Asbacher Seite machten sich die Gäste aus Heimbach-Weis zu Nutze. Sie verkürzten durch Christph Jungbluth in der 80. Minute auf 2:3. Die Asbacher - nach der gelb-roten Karte für Sascha Gey ab der 69. Minute nur noch zu zehnt - hatten nun völlig den Faden verloren, so dass das 3:3 durch den eingewechselten Maurizio Ippolito (89.) nur noch Formsache war. Sehr diplomatisch beurteilte SSV- Coach Michael Maur die Partie: "Zum Schluss waren sehr viele Emotionen im Spiel. Der Punkt ist für beide Seiten völlig verdient." Sonja Franz