TUS 1882 Asbach

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Rhein-Zeitung vom 05.09.23: 2 x TuS Asbach
TuS Asbach bringt 3:1 nicht über die Zeit und verliert

TuS Asbach - SG Neitersen/Altenkirchen 4:5 (3:1)


Asbach. Der Aufsteiger TuS Asbach hat es in der Fußball-Bezirksliga Ost verpasst, im Derby gegen die SG Neitersen/Altenkirchen weiter eifrig Punkte für das erklärte Saisonziel Klassenverbleib zu sammeln. Der Neuling verlor auf dem Asbacher Kunstrasenplatz das Nachbarschaftsduell trotz einer 3:1-Pausenführung noch mit 4:5. „Wir haben bisher gute Spiele absolviert, aber am Ende verloren. Heute haben wir ein schlechtes Spiel gewonnen“, freute sich Neitersens Trainer Behar Prenku über die drei Punkte im nur 15 Kilometer entfernten Asbach. „Wenn du zu Hause fünf Tore kassierst, hast du es nicht verdient, als Sieger den Platz zu verlassen. Ich habe meinem Kollegen Behar Prenku geraten, heute noch einen Lottoschein abzugeben. Bei dem Glück wird er Millionär“, versuchte der Asbacher Trainer Simone Floris seine Enttäuschung in Humor umzumünzen.

Es war mit Sicherheit kein Derby auf hohem Niveau. Lediglich der 19-jährige Schiedsrichter Adrian Ax aus Oberzissen wusste mit seinem souveränen Auftritt zu überzeugen, der junge Unparteiische ließ zu keinem Zeitpunkt Hektik aufkommen.

Schon früh gingen die Gastgeber durch Kilian Limbach in Führung (13.). Wenig später hatte Ricardo Pecoraro das 2:0 auf dem Fuß (19.), ehe Luis Hüttner (32.) mit einem Sonntagsschuss das 1:1 gelang. Doch Asbach zeigte sich nicht geschockt und kam durch einen Doppelpack von Torjäger Philipp Germscheid (35., 42.) noch vor der Pause zu einer verdienten 3:1-Führung.

„In der Halbzeit bin ich etwas lauter geworden. Wir hatten eine schlechte Laufleistung und überhaupt keine Körpersprache. Ich habe an die Mannschaft appelliert, wenigstens zu kämpfen“, ärgerte sich Prenku über schwache erste 45 Minuten. Die Ansprache ihres Trainers trug bei den Gästespielern Früchte. Auch wenn spielerisch nicht alles Gold war, so gingen die Gäste doch fortan entschlossener in die Zweikämpfe und kamen sechs Minuten nach Wiederbeginn zum 3:2-Anschlusstreffer durch Stefan Peters. Der überragende Germscheid sorgte mit seinem dritten Treffer in dieser Partie wieder für den alten Zweitoreabstand (60.).

Nun zeigte Prenku eine glückliche Hand mit seinen Einwechselungen. Gerade erst fünf Minuten im Spiel zirkelte Fabian Franz den Ball zum 4:3 genau in den Winkel (66.). Neitersen war wieder im Spiel und kam durch einen weiteren Fernschuss von Endrit Gervalla (70.) zum 4:4-Ausgleich. Aber damit nicht genug. In der 79. Minute jagte Fatos Prenku den Ball unhaltbar aus 20 Metern in den Winkel. Neitersen führte erstmalig in diesem Spiel und schaukelte den knappen Vorsprung über die Zeit.

„Am Ende hatten wir das nötige Glück. Meine Mannschaft hat erst in der zweiten Halbzeit richtig gegengehalten. Unsere Einwechselungen haben für viel Betrieb und Verwirrung gesorgt. Es ist nicht nur der erste, sondern ein sehr wichtiger Sieg für uns“, sagte Behar Prenku, der jedoch nur mit dem Ergebnis zufrieden war. Sein Kollege Floris suchte verzweifelt nach Gründen: „Das war auch viel Kopfsache. Meine junge Mannschaft wirkte nach den vielen Glückstreffern von Neitersen angezählt. Trotz vier Toren stehen wir mit leeren Händen da.“

TuS Asbach: Selbach – Amelong (81. Da Silva), Bruns, Funk, Ditscheid – Özmen (65. Hermann), Buda, Limbach, Eckloff – Pecoraro (65. Kowalski), Germscheid.

SG Neitersen: Redel – Herfen, Keller, Strüder (67. Heuten), Ritz – Fatos Prenku, Gervalla (76. Hassel) – Scholz (61. Franz), Peters, Hüntner (61. Ramic) – Castro (88. Wardein).

Schiedsrichter: Adrian Ax (Oberzissen) - Zuschauer: 225.

Tore: 1:0 Kilian Limbach (13.), 1:1 Luis Hüntner (32.), 2:1, 3:1 Philipp Germscheid (35., 42.), 3:2 Stefan Peters (51.), 4:2 Philipp Germscheid (60.), 4:3 Fabian Franz (66.), 4:4 Endrit Gervalla (70.), 4:5 Fatos Prenku (79.).

Ludwig Velten (Rhein-Zeitung)

TuS Asbach II - Vatan Spor Hamm 4:2 (3:1)

Von der schnellen Antwort auf den eigenen Blitzstart ließ sich Asbachs Reserve nicht beeindrucken. TuS-Trainer Sebastiano Ferro sagte: „Meine Mannschaft hat wieder ein anderes Gesicht gezeigt als am Vorsonntag. Der Sieg ist daher verdient und hätte durchaus noch höher ausfallen können. Durch die vielen Wechsel ging am Ende der Spielrhythmus etwas verloren. Jetzt freuen wir uns auf das Pokalspiel am Mittwoch gegen den SV Windhagen.“ Tore: 1:0 Moritz Kohr (1.), 1:1 Nico Tzimas (3.), 2:1 Marco Huhn (23.), 3:1, 4:1 Moritz Kohr (34., 54.), 4:2 Nico Tzimas (88., Foulelfmeter). Zuschauer: 70.

Daniel Korzilius (Rhein-Zeitung)
06.09.2023 09:06:39
Karl Meidl
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