TUS 1882 Asbach

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TUS-Veteranen im Interview: Heiko Engels
Introtext zu Heiko (Karl Meidl)

Heiko Engels (Jahrgang 1978) hat bereits im Bambini-Alter in der E-Jugend gespielt, da es damals noch keine F-Jugend beim TuS gab. „Da habe ich meine Stärke im Zweikampf gelernt“ (O-Ton Heiko). Im oberen Jugendbereich war Willi Simon mehrere Jahre sein Trainer, mit dem er auch an zwei oder drei Jugendfahrten nach Spanien teilgenommen hat.

Im jüngeren A-Jugend-Alter, damals als 17jähriger (!), durfte er mit Sondergenehmigung bereits in der ersten Mannschaft spielen. Acht seiner zehn Jahre im Seniorenbereich spielte er in der Bezirksliga. Als 2003 die Landesliga aufgelöst wurde und damit zehn Mannschaften die Bezirksliga verlassen mussten (der TuS war Tabellenachter, punktgleich mit dem Siebten!), spielte er noch zwei Jahre in der Kreisliga A.

In der Meistersaison 04/05, die der TuS mit großem Vorsprung gewann, kam er nur noch sporadisch (14mal) zum Einsatz, da er sich auf seine Selbständigkeit konzentrierte und somit nicht mehr regelmäßig trainieren konnte.

Im Herbst 2005 konnte er allerdings einem Hilferuf seines Freundes Carsten Wolf nicht widerstehen, der damals die Linzer Zweite in der Kreisliga B trainierte und unbedingt aufsteigen wollte. Das klappte auch fast. Doch die Linzer verloren das Entscheidungsspiel um Platz 1 gegen den punktgleichen CSV Neuwied mit 1:4.

Auch in der folgenden Saison schaffte es die Linzer Zweite erneut nicht und musste der DJK Neustadt den Aufstieg überlassen, für die Heiko dann noch drei Jahre lang bis 2010 (sporadisch?) die „Stiefel schnürte“, um danach endgültig ins AH-Lager zu wechseln.

Stimmen zu Heiko Engels:

Andy Buslei: „Ich habe Heiko als feinen Kerl in Erinnerung, auf den man sich immer verlassen konnte. Er war ein sehr ehrgeiziger Spieler, der immer alles gegeben hat. Diesen Ehrgeiz konnte er gut auf uns Mitspieler übertragen. Ob Training oder Spiel, es war immer gut, Heiko in seinem Team zu haben.“

Rene Konrad: „Heiko war ein Defensiv-Spezialist, der in der Abwehr auf mehreren Positionen eingesetzt werden konnte und dort mit großem Kampfgeist und Einsatzwillen zu überzeugen wusste. Bei den Mannschaftstouren war er dann immer vorne mit dabei und zeigte auch dort keine Schwächen.“

Günther Scheierke: „Ich habe Heiko als einen sehr fairen, aber auch sehr hartnäckigen Spieler in Erinnerung. Neben und auf dem Sportplatz gab er immer sein Bestes. Es hat mir sehr viel Freude gemacht, mit ihm die Spiele zu bestreiten. Er war immer sehr zuverlässig und ein feiner Kerl. Ich würde mir wünschen, wenn einmal eine Tour mit den TuS-Veteranen gemacht werden würde.“

Marcy Konrad: „Heiko und ich kennen uns seit dem Kindergarten und sind fast gleich alt. Daher spielten wir in allen Jugendmannschaften gemeinsam. Heiko gehörte immer zu den Führungsspielern. In besonders wichtigen Spielen hatten wir ihn gerne hinten zur Absicherung, wobei mancher Gegenspieler schmerzhafte Erinnerungen an ihn hatte. In Sachen „Blödsinn“ stand er dagegen im Sturm. Wenn wir z.B. als Jugendspieler den Schlüssel vom Trainer erhielten, um unsere Sportsachen in seinem Auto zu deponieren, nutzten wir die Gelegenheit, je nach Zeitfenster, zu einer kleinen Spritztour aus. Auch heute sind wir noch in regelmäßigen Abständen in Kontakt.“

Kritisch sieht „Männe“ Klein seinen Wechsel zu einem bestimmten Verein: „Zu Heiko fällt mir spontan ein, dass wir am selben Tag Geburtstag haben. So wie er heute die Dächer dicht macht, war er früher ein Garant dafür, die Abwehr dicht zu halten. In allen drei Halbzeiten war auf ihn immer Verlass. Doch mit seinem Wechsel nach Neustadt hat er den Weg zu einer großen Fußball- Karriere endgültig aufgegeben (!!).“

Und schließlich hat Trainer „Mini“ Weißenfels das letzte Wort: „Heiko war ein defensiver Allrounder, sei es im Mittelfeld oder in der Abwehr. Und bei seinen Tempovorstößen war er sogar gelegentlich als Torschütze erfolgreich. Ich habe zwar keine Statistiken mehr, aber seine Trainingsbeteiligung war immens hoch. Es kam selten vor, dass er einmal gefehlt hat.“

Tristan's und Waldi's Fragen an Heiko

Du bist schon viele Jahre nicht mehr im TuS-Seniorenbereich aktiv. Was hast du in den letzten Jahren sportlich, privat und beruflich getrieben?

Eigentlich wollte ich nach der TuS-Zeit aufhören zu kicken und mich auf meine selbstständige Arbeit als Zimmermann und Dachdecker konzentrieren. Doch dann rief mein guter Freund Carsten Wolf an und überredete mich zum VfB Linz. Zwei Jahre spielte ich auf dem Kaiserberg, bis ich meine endgültige fußballerische Endstation beim „Erzrivalen“ DJK Neustadt fand.

Dort spiele ich auch jetzt noch ab und an für die Alten Herren. Besonders freut es mich, dass mein jüngster Sohn Til im letzten Jahr bei den Bambinis mit dem Fußballspielen angefangen hat.

Welche Anekdote aus Deiner Asbacher Zeit ist dir immer noch präsent und würdest Du uns erzählen?

Anekdoten hätte ich ziemlich viele zu erzählen, schließlich habe ich im Alter von 5 Jahren beim TuS angefangen und viele tolle Jahre in der Jugend unter Willi Simon gespielt.

Aber zwei Ereignisse sind besonders nachhaltig hängengeblieben:

A-Jugend-Mannschaftstour zum Weißenhäuser Strand: Wir hatten einen schönen Spieleabend, bis ein Betreuer der damaligen Zeit (Höni) zweimal nach Gang verlor und die Tür der Faust weichen sollte. Leider tat sie das nicht. Ein relativ großes Loch zierte nun die Tür zwischen Wohn- und Schlafzimmer.

Glücklicherweise hatten einige Mitspieler sich mit den Mädels aus dem Nachbarbungalow angefreundet. Und als die Mädels am nächsten Morgen nicht da waren und die Terrassentür aufstand, tauschten wir kurzerhand die Türen aus. Wir reisten (Gott sei Dank) am Mittag ab.

Mannschaftstour 1. Mannschaft Düsseldorf-Altstadt: Ich hatte mit taufrischen 18 Jahren das Geld der Mannschaftskasse zu verwalten. Zu späterer Stunde hatten einige Mitspieler die glorreiche Idee, noch ins „Dollhouse“ zu fahren, um mal ein bisschen „die Blicke schweifen zu lassen“. Es war recht nett im Lokal und Güni beschloss, für die zwei leichtbekleideten Mädels am Tisch ein „alkoholisches Erfrischungsgetränk“ zu bestellen.

Als der Kellner daraufhin sechs Bier und zwei Piccolöchen brachte, stupste er mich an und verlangte 152 DM. Ich empfand es als Witz und erklärte, dass wir gerne nur die Getränke und nicht die zwei Mädels kaufen wollten. Daraufhin kam der Türsteher und komplimentierte uns – um exakt 152 DM ärmer – aus dem Etablissement.

Welcher Moment/Welches Spiel war Dein Höhepunkt beim TuS?

Das kann ich gar nicht sagen. Viele Momente bleiben unvergessen, aber die ersten Spiele mit gerade 17 Jahren in der ersten Mannschaft – mit der tollen Heimspiel-Atmosphäre - waren für mich ganz besonders schön.

Zu welchen Personen hattest Du zu Deiner TuS-Zeit ein besonderes Verhältnis? Hast Du heute noch Kontakt zu ehemaligen Mitspielern oder Trainern?

In der Jugend hatte ich enge Kontakte zu Marcel Konrad, „Männe“ Klein und Dirk Reifenhäuser, um nur ein paar Namen zu nennen. Im Seniorenbereich waren es dann Sascha Gey, André Plahs, Ulli Hammer und Christopher Salz. Kontakt habe ich immer noch, vor allem beruflich bedingt, zu ehemaligen Trainern und Mitspielern.

Verfolgst du die sportliche Entwicklung deines alten Vereins? Wenn ja, wie?

Ja, jeden Montag in der Rhein-Zeitung.

In eigener Sache:

Ich hätte für diejenigen, die den Ascheplatz noch kennen und auf ihm geschwitzt haben, ein volles Weizenglas „rote Asche“ in der Bar stehen. Bei Interesse einfach melden!

Bildergalerie

12.05.2021 13:44:08
Eric Herber
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TUS-Veteranen