TUS 1882 Asbach

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RZ (02.05.): TuS Asbach - SV Roßbach
Punkt in Asbach hilft Roßbach wenig

Kreisliga A Westerwald/Wied: TuS und SV trennen sich 1:1 – Gäste gehen fahrlässig mit Chancen um

Asbach. Zwei Minuten vor dem Spielende zerstörte der gastgebende TuS Asbach den Traum des SV
Roßbach/Verscheid, in unserem „Spiel der Woche“ als Auswärtssieger den Platz zu verlassen. Durch das 1:1 (0:1) stehen die Wiedtaler im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Kreisliga A Westerwald/Wied weiter mit dem Rücken zur Wand.

Nach dem überraschenden Erfolg des SSV Heimbach-Weis beim zuletzt schwächelnden Spitzenreiter Spvgg
Steinefrenz-Weroth (2:3) am Tag zuvor, stand das Team von Trainer Uwe van Eckeren gewaltig unter Druck. „Das war wahrlich nicht unser Wunschergebnis. Daher brauchen wir heute eine starke Leistung und vielleicht auch ein wenig Glück“, gab er vor dem Anpfiff erst mal eine optimistische Parole aus. Aber das mit dem Glück ist immer so eine Sache. Im wahren Leben sowieso und beim Fußball im Besonderen. Mit starken Leistungen ist dem Glück schon mal nachzuhelfen. Genau das schienen die Roßbacher von Beginn an zu wollen. Weil aber auch die Heimmannschaft von TuS-Trainer Dirk Gras im Kampf gegen den Abstieg noch nicht aller Sorgen ledig ist, entwickelte sich eine kämpferische Partie, die spielerischen Elemente blieben hingegen zunächst auf der Stecke.

„Ich hatte während der ganzen Saison in den seltensten Fällen meine Wunschformation zur Verfügung, daher stehen wir auch nicht da, wo wir wollten“, betonte Gras. Trotzdem, oder gerade deshalb, hob er den Zusammenhalt in seiner Mannschaft hervor. Die Defensive des TuS stand in den ersten Minuten unter Druck. Besonders die Standards des SVR beschworen Gefahr vor dem Kasten des Asbacher Keepers Waldemar Komor herauf, der sich bereits in der fünften Minute bei einem Schuss von Tom Puderbach im Anschluss an eine Ecke auszeichnete. Duplizität der Ereignisse in der 19. Minute: Wieder gab es einen Eckball für die Gäste. Der wurde vom Roßbacher Kapitän Thomas Schuster vom Strafraum weggezogen und landete erneut bei Puderbach, dessen Linksschuss diesmal genau ins rechte obere Toreck passte – 0:1. Torwart Komor konnte den Ball nur noch aus dem Netz holen. Der Asbacher Coach forderte von seinen Leuten mehr Dampf. Zwangsläufig wurden die Zweikämpfe fortan intensiver geführt.

Roßbach legte nach dem Wiederbeginn einen Gang zu. Es folgten hochkarätige Chancen im Minutentakt. Nach einem Freistoß scheitert Alexander Becker an Komor (51.), und dem eingewechselten Nico Weber fehlte das Glück, als ihm bei seinem Schuss eine Minute danach der Pfosten im Weg stand. Auch die Querlatte hatte wenig später etwas gegen eine Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste (61.).

Als in der 70. Minute Marco Dreesen nach einem Flankenlauf von Weber im Asbacher Strafraum zu spät kam und den zweiten Treffer ebenfalls verpasste, wurde der Gästetrainer van Eckeren zusehends nervöser: „Wenn du das zweite Tor nicht machst, bleibt es eng.“ Spätestens als der stets gefährliche Asbacher Stürmer Ulli Sessenhausen eine Viertelstunde vor dem Spielende mit einem sehenswerten Flugkopfball für Gefahr gesorgt hatte, legte die Begegnung an Spannung zu. Ein Diagonalpass von Frederik Buballa fand in der 88. Minute den im Rücken der SVR-Abwehr „entflohenen“ Marian Wilsberg, dessen Flachschuss unhaltbar zum 1:1-Ausgleich einschlug.

Auch wenn sich der eine Punkt für die Roßbacher wie eine Niederlage anfühlte, war van Eckeren voll des Lobes über die Einstellung und den Mut seiner Mannschaft: „Die Jungs haben ein tolles Spiel gezeigt. Wir werden bis zur letzten Minute um den Verbleib in der A-Klasse kämpfen.“

Sein Asbacher Kollege Dirk Gras bemühte abschließend das eingangs angesprochene Glück im Fußball: „Nach dem vielen Pech in der Vergangenheit haben wir uns das Glück auch endlich mal verdient, weil meine Jungs nicht aufgegeben haben.“
03.05.2016 09:48:15
Karl Meidl
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TUS-Presse