TUS 1882 Asbach

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TUS-Veteran Andreas Geuss im Interview
Introtext zu Andreas (Karl Meidl)

Andreas „Andy“ Geuß (Jahrgang 1984) kam im Sommer 2004 zusammen mit seinem Freund Thorsten Hess („black and white“!) zum TuS. Sein erstes Pflichtspiel absolvierte er am 31.07. beim 3:1-Pokalsieg bei der SG Erpel/Kasbach. Und dann war er sofort Mitglied der Mannschaft, die mit großem Vorsprung die Kreismeisterschaft gewann und in die Bezirksliga aufstieg.

Nach zwei Spielzeiten wechselte Andy für ein Jahr (2007/08) zum Landesligisten FC Spich, kam dann aber wieder zum TuS zurück und lief weitere sechs Jahre im TuS-Trikot auf. Nach dem 1:0-Sieg über den SV Windhagen am 11.05.2014 beendete er seine sportliche Karriere für den TuS, für den er insgesamt in neun Spielzeiten 183-mal gekickt hat.

Das Spiel in Nievern/Lahn, das Andy in besonderer Erinnerung geblieben ist, fand am 20.09.2008 statt. Dazu der Kommentar vom damaligen TuS-Trainer Fredi Knipp: „Von diesem Auswärtsspiel beim sehr starken Aufsteiger SG Nievern werden meine Spieler ihren Enkeln noch erzählen. Tempo, rassige Zweikämpfe, Torchancen auf beiden Seiten, Spannung, Dramatik, stimmungsvolle, englische Stadionatmosphäre und zum Schluss drei Punkte für uns - Fußballherz, was willst du mehr.

Zu Beginn eine lange Spielunterbrechung, bedingt durch eine schwere Verletzung eines einheimischen Spielers. Danach Großchancen unserseits und mehrere 100%ige auf Nieverner Seite. Aber unser "Titan-Waldi" fischte 5, 6 Unhaltbare aus den Ecken seines Tores und so stand es zur Halbzeit nur 0:1 gegen uns.

Negativer Höhepunkt: Rote Karte für Sacha Gey („Da konnte der Jung aber nix für“). Halbzeitumstellung: Hess, Plahs rein, Systemumstellung auf 3:3:3 und Mannschaftsschwur: Die packen wir! Und dann kam Asbach. Hinten hielt "Waldi" einfach alles und vorne schoss Thomas Rachul in der 62. Min und 69. Min. uns zur vielumjubelten Führung. Was jetzt folgte, war eine Abwehrschlacht vom Feinsten.

Auf dem kleinen, engen Hartplatz wurden die Nieverner von ihren Zuschauern regelrecht nach vorne gepeitscht und Angriff auf Angriff rollte auf uns zu. Aber wie der Ball auch kommt, wie der Ball auch fällt - unser Waldi hält. So schallten nach Spielschluss minutenlang unsere Jubelgesänge über die Höhen von Koblenz.“

Andy im Nachhinein: „Ich muss noch einmal auf dieses Spiel zurückkommen und hinzufügen, dass Waldi „unmenschlich“ gehalten hat. Wenn mir ein Gegner einmal entwischt war, war auf Waldi immer 100%iger Verlass. Das war unfassbar!“

René Konrad:
„Trotz seines jungen Alters (20 Jahre) war Andy, als er zu uns kam, sofort eine Verstärkung für die Mannschaft. Und dass er dann fast zehn Jahre beim TuS blieb, konnte man damals nicht ahnen. Ein absoluter Volltreffer unseres damaligen Trainers „Mini“ Weißenfels!“

Und Trainer „Mini“ Weißenfels:
„Jupp Röser und mir ist es damals gelungen, Thorsten und seinen Kumpel Andy Geuss zu überzeugen, zum TuS Asbach zu wechseln. Durch ihre sportlichen und menschlichen Qualitäten entwickelten sich beide zu "Volltreffern" für den TuS und waren maßgeblich am Aufstieg in die Bezirksliga beteiligt. Beide waren für den Verein einfach eine große Bereicherung. Und als sich Andy damals für den TuS entschied, konnte er nicht ahnen, dass er einmal im schönen Etscheid heimisch werden würde.“

„Loki“ Kick:
„Andy war ein harter, aber immer fairer Verteidiger. Und menschlich ein sehr netter Typ!“

Tristan Limbach:
Andy war genauso wie Thorsten am Anfang meiner Zeit in der ersten Mannschaft für uns jüngeren Spieler eine wichtige Stütze und ein wichtiger Ansprechpartner. Aufgrund seiner Leistungen und seiner Persönlichkeit hatte er immer einen großen Stellenwert auf und neben dem Platz.

Er war ein Innenverteidiger mit guter Zweikampfquote, gutem Kopfballspiel und einem sehr guten Aufbauspiel. Leider musste er seine fußballerische Laufbahn aufgrund vieler Verletzungen viel zu früh beenden. Besonders schön finde ich, dass er seit einigen Jahren im Asbacher Land sein privates Glück gefunden hat und er mit seiner Familie in unserer Gegend wohnt.“

Tristan's und Waldi's Fragen an xxx

Hallo Andy, du bist schon ein paar Jahre nicht mehr im TuS-Seniorenbereich tätig. Was machst du jetzt sportlich? Man munkelt, du würdest mittlerweile für den IRON MAN trainieren! Stimmt das? Kickst du noch bei den Alten Herren?

Nach einer längeren Pause habe ich tatsächlich bei den AHs wieder gekickt. Doch leider hat sich meine Verletzungsserie dort weiter fortgesetzt. Leider, da ich den Fußball sehr liebe.

Jetzt laufe ich viel, schwimme und fahre oft mit dem Rennrad durch die Gegend. Mittlerweile habe ich diesen Triathlon-Sport lieben gelernt. Doch eine Teilnahme beim legendären Iron Man ist doch viel zu hoch gegriffen.

Welche Anekdote aus Deiner Asbacher Zeit ist dir immer noch präsent und würdest Du uns erzählen?

Ach, da gibt es sehr viele, die man gar nicht alle aufzählen kann. Es war einfach eine wunderschöne und unvergessliche Zeit, an die ich mich immer noch sehr gerne erinnere.

Ich kam damals zum TuS, obwohl ich den Verein überhaupt nicht gekannt habe. Aber ich wurde unheimlich schnell und superfreundlich von allen aufgenommen. Das war für mich schon beeindruckend.

Welches Spiel blieb dir in deiner langen Asbacher Zeit besonders in Erinnerung. Oder waren es mehrere?

Spontan denke ich an ein Spiel in Nievern. Wir waren, so weit ich mich erinnern kann, schon bald in Unterzahl, da sich Sascha eine rote Karte einhandelte. Wir haben aber dennoch mit 2:1 oder 3:1 gewonnen. Nach dem Spiel haben uns die „Nievern-Hooligans“ auf Weg zur Kabine beschimpft und mit schmählichen Gesängen begleitet. Das war Bundesliga-Feeling für mich!

Und natürlich waren die Spiele gegen unseren Lieblings-Rivalen aus Neustadt jedes Mal ein Highlight!

Zu welcher Person hattest du damals ein besonderes Verhältnis? Und zu wem hast du heute noch Kontakt?

Die erste Frage ist schnell beantwortet: Natürlich zu Thorsten Hess, meinem besten Freund, mit dem ich zusammen damals zum TuS gekommen bin. Natürlich habe ich dann in Asbach neue Freunde gefunden, mit denen ich noch heute Kontakte habe und mit denen ich immer noch gerne über die alten Zeiten spreche.

Mit Passi verabrede ich mich schon einmal zu Radtouren, bei denen wir uns „heiße“ Duelle liefern. Waldi, Olli und auch dich Tristan bekommt man schon einmal vor die Augen – aber leider viel zu selten!

Verfolgst du die sportliche Entwicklung deines alten Vereins? Wenn ja, wie?

Natürlich interessiert es mich nach wie vor, wie es beim TuS läuft. Und dazu werfe ich oft einen Blick auf eure Homepage.

Bildergalerie

29.03.2021 18:32:37
Eric Herber
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