TUS 1882 Asbach

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TUS-Veteran Günther Scheierke im Interview
Introtext zu Günther (Karl Meidl)

Günther „Jünnes“ Scheierke, Jahrgang 1968, Markenzeichen blonde Mähne und Fahrer eines speziellen Autotyps, spielte nach seinen Angaben sieben Jahre beim TuS und fast immer in der Bezirksliga. Da das Asbacher Fußball-Archiv erst ab der Saison 2003/04 digitalisiert ist, gibt es Probleme mit dem Faktencheck. Und da taucht er erst 2007 als Aushilfe in der Zweiten auf.

Nach „Adam Riese“ müsste er dann 1997 zum TuS gekommen sein und hat dann 2003, als der TuS aus der Bezirksliga abgestiegen ist, verletzungsbedingt eine längere Pause einlegen müssen. Trainer in seiner Asbacher Zeit waren Jupp Röser (1997 – 2000), der ihn auch zum TuS geholt hat, Rolf Kahler (2000/2001) und „Mini“ Weißenfels (2001/03).

Obwohl Günther schon „eine Ewigkeit“ vom TuS weg ist, ist er immer noch in bester Erinnerung. Einige Stimmen:

Herbert Grüber, damaliger Vorsitzender:
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich seinen Spielerpass in Hennef-Stoßdorf beim Abteilungsleiter des FC Geistingen abgeholt habe. Ich war auch beim ersten Training dabei und habe die Worte von Jupp Röser („Eine echte Rakete“) immer noch im Ohr. Wahre Worte, denn Günther hat sehr lange bei uns gespielt und war ein sehr wertvoller Spieler in unserem Kader.“

„Mini“ Weißenfels, sein damaliger Trainer:
Günther war rechter Verteidiger und bekannt für seine Flankenläufe. Er war ein feiner Kerl, sehr mannschaftsdienlich und immer positiv antreibend.“ Er war aber auch torgefährlich. Nicht umsonst tauchte er immer in der Spitzengruppe der Bezirksliga-Torschützen auf!

Mitspieler Andy Buslei:
„Ich habe lange Zeit mit ihm zusammen in der Mannschaft gespielt. Obwohl er kein Eigengewächs war, passte er perfekt in unsere Truppe. Ich habe ihn in seiner Asbacher Zeit als tollen Kumpel kennengelernt, auf den man sich immer verlassen konnte. Zu seinen langen blonden Haaren passte auch stilgerecht sein Porsche, mit dem er immer zum Sportplatz vorgefahren kam. Dass er später noch einmal in der Zweiten ausgeholfen hat, passt zu seiner positiven Einstellung zum TuS.“

Auch Mitspieler Heiko Engels spricht das Fahrzeug an:
„Günther, du alter Kumpel .... Porsche fahrender Sunnyboy aus dem Siegkreis ....  immer gut gelaunter netter Fußballkollege, mit dem ich einige Schlachten geschlagen habe .....“

Zurück zum Faktencheck:
Als die TuS-Reserve in der Spielzeit 2006/07 in der Kreisliga B abstiegsgefährdet war, ging ein Hilferuf an ihn, dem er nicht widerstehen konnte. So half er elfmal in der Asbacher Zweiten aus. Damaliger Trainer der TuS-Reserve war Michael Daniels. Sein letztes Spiel im TuS-Trikot war das Heimspiel am 22.04.2007 gegen den VfL Oberlahr/Flammersfeld. Und beim 4:2 (0:1) Sieg verabschiedete er sich mit einem Tor, womit der Klassenerhalt gesichert war. Das war dann sein 7. Jahr beim TuS. Prima Günther!

Tristan's und Waldi's Fragen an Günther

Hallo Günther, du bist in Asbach bekannt, weil du jahrelang Kapitän der ersten Mannschaft des TuS warst. Deine fußballerische Ausbildung hast du jedoch nicht beim TuS erlebt. Kannst du den TuS-Sympathisanten von deinen Zeiten als Jugendspieler und aus deinen ersten Seniorenjahren berichten, bevor du in Asbach gelandet bist?

Meine ersten acht Jahre habe ich in den verschiedenen Jugendteams des Bonner SC verbracht. Dann musste ich leider aus finanziellen Gründen die Fahrten mit der Straßenbahn von Hangelar zum Sportpark Nord einstellen. Daher wechselte ich zum FC Sankt Augustin und wurde sofort Meister – ohne jeglichen Punktverlust!

Nach einem Probetraining ging ich zum Bezirksligisten TSV Wolsdorf und blieb dort acht Jahre lang. Nach einem Jahr beim FC Geistingen (Aufstieg erneut in die Bezirksliga vor Germania Dattenfeld) kam ich zum TuS Asbach.

Wie kam damals der Kontakt zum TuS zustande? Und was hat dich an dem Wechsel gereizt?

Jupp Röser rief mich damals an und machte mir den TuS sehr schmackhaft. Und nach einem Probetraining wurden wir uns schnell einig. Ausschlaggebend war, wie positiv mich die Asbacher Mannschaft aufgenommen hatte.

Trotz des Aufstiegs fehlte in Geistingen der mannschaftliche Zusammenhalt. Ich hörte auf mein Bauchgefühl und habe es nie bereut.

Welche Anekdote aus Deiner Asbacher Zeit ist dir immer noch präsent und würdest Du uns erzählen?

In sehr guter Erinnerung sind die Fahrten zu den Auswärtsspielen per Bus geblieben, bei denen auch immer sehr viele Fans dabei waren.

Natürlich verstand man beim TuS auch das Feiern. Unvergesslich ist dabei die Asbacher Kirmes, bei der wir viel vor und hinter der Theke neben dem Notariat gefeiert haben – nicht bis der Arzt, aber die Polizei kam! Und natürlich die jeweilige Abschlussfahrten in die Düsseldorfer Altstadt!

Welcher Moment/Welches Spiel war Dein Höhepunkt beim TuS?

Ach, ich würde gar nicht ein einzelnes Spiel hervorheben. Für mich waren alle Spiele Highlights, da ich immer mit „Leib und Seele“ dabei war!

Zu welchen Personen hattest Du zu Deiner TuS-Zeit ein besonderes Verhältnis? Hast Du heute noch Kontakt zu ehemaligen Mitspielern oder Trainern?

Bei den Spielern waren es Murat Ben Amur und Sascha Gey. Darüber hinaus bin ich stolz, Notar Michael Wagner als Freund gehabt zu haben. Kontakte bestehen heute noch zu Sascha Gey und Heiko Engels.

Verfolgst du die sportliche Entwicklung beim TuS?

Leider nur sporadisch und dann natürlich über die Website.

Was machst du heute beruflich und bist du bei irgendeinem Verein noch tätig?

Ich bin immer noch als Kfz-Mechaniker in Bonn tätig und wohne mit meiner Frau und mit meinem Sohn in einem schönen Fachwerkhaus in Geistingen. Sportlich bin ich aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr aktiv.

Meine große Leidenschaft ist neben dem Motorsport das Tauchen geworden. Eine Vereinsfunktion habe ich nicht, aber ich begleite meinen Sohn, der seit seinem 4.Lebensjahr Fußball spielt, zum Training und zu den Spielen.

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21.03.2021 18:20:48
Eric Herber
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