TUS 1882 Asbach

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TuS Asbach - SG Neustadt (RZ v. 19.09.2016)

TuS Asbach verliert das Derby gegen Neustadt


Kreisliga A Westerwald/Wied: 180 Zuschauer sehen 2:0-Gästeerfolg

Asbach. Das war ein bitterer Nachmittag für die Asbacher Fußballer. Der TuS verlor sein Heimspiel in der Fußball- Kreisliga A Westerwald/Wied gegen die DJK Neustadt-Fernthal mit 0:2 (0:0). Doch die Niederlage schmerzte die Asbacher gleich doppelt: Das Derby gegen den unmittelbaren Ortsnachbarn gilt als das „Spiel des Jahres“ und zum zweiten verpassten die Gastgeber durch einen Sieg, die Tabellenführung zu übernehmen.

„Das ist ein verdienter Sieg für Neustadt. Wir konnten dem Gegner offensiv nicht weh tun. Wir haben über 90 Minuten keine Mittel gefunden, um ihn richtig unter Druck zu setzen“, zeigte sich der Asbacher Trainer Dirk Gras nicht nur als fairer Verlierer, sondern auch als genauer Analytiker.

Mit seinen Aussagen traf er den Spielverlauf auf den Punkt. Besonders die erste Hälfte war für den neutralen Beobachter fast schon eine Qual. Beide Mannschaften kamen zu keiner echten Torchance. Das Betreten von beiden Strafräumen schien ein Tabuthema zu sein. „Es war sicherlich keine hochklassige erste Hälfte. Doch ob es eine ganz schlechte war, liegt an der Betrachtungsweise“, war Neustadts Trainer Sascha Weißenfels vom Niveau nicht überrascht und lieferte gleich eine Begründung für seine Meinung: „Wir haben große personelle Sorgen und am Mittwoch in Feldkirchen vier Gegentore kassiert. Daher war unsere erste Devise für das Derby, dass wir hinten gut stehen und die Räume eng machen. Wir wussten dass Asbach Probleme bekommt, wenn die Mannschaft die Initiative übernehmen muss. Das ist uns zu hundert Prozent gelungen. Meine Mannschaft hat nichts zugelassen.“
Weißenfels' Taktik wurde die konsequent umgesetzt. Die Gäste erzeugten bei ihren wenigen Konteransätzen mehr Druck in Richtung TuS-Tor als Asbach auf der anderen Seite.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich am Spielgeschehen wenig. Asbach konnte nicht und Neustadt wartete nur auf seine Chance zum Kontern. Dies änderte sich ein wenig nach gut 60 Minuten. Da war es der DJK- Stürmer Jan Anhäuser, der nach schöner Vorarbeit von Kevin Schumacher die erste klare Torgelegenheit des Spiels hatte – aber fast fahrlässig vergab. Doch nur zwei Minuten später machte er es besser. Mit einem artistischen Kopfball brachte er Neustadt mit 1:0 in Führung (62.).

In der Folge zeigte Asbach Nerven. Frederik Buballa hatte als „letzter Mann“ nach einer Grätsche gegen Markus Wohlfahrt Glück, dass der gute Schiedsrichter Yilmaz Yildiz aus Ransbach-Baumbach das oft geforderte
Fingerspitzengefühl zeigte und nicht die Rote Karte zückte (66.). In der 74. Minute gelang den Gästen der endgültige K.o.-Schlag. Nach starker Vorarbeit von Jan Anhäuser sorgte Neustadts Torjäger Wohlfahrt abgeklärt die Entscheidung zum 0:2.

Man muss den Asbachern zugutehalten, dass sie bis zum Schlusspfiff nicht aufsteckten und alles versuchten. „Wir haben die spielerischen Mittel nicht gefunden. Es war kein gutes Spiel von uns. Doch es gibt im Fußball halt solche Tage“, sagte Gras, der versuchte, seine Spieler sofort nach dem Spielende mit einer Motivationsrede wieder aufzurichten. Das war nicht einfach, weil die Gäste im Hintergrund mit ihrem Anhang den Derbysieg lautstark feierten. „Die klareren Chancen waren eindeutig bei uns. Auf diesem wichtigen Sieg können wir aufbauen“, freute sich Weißenfels.

TuS Asbach: Komor – Jonas Majer, Tristan Limbach, Buballa, Zumhoff – Kilian Limbach, Varel (67. Timo Sessenhausen), Ferfers (76. Huhn), Amelong – Ulli Sessenhausen, Kozauer.

SG DJK Neustadt: Buslei – Salz, René Anhäuser, Marius Anhäuser, Schumacher – Kick (46. Mehrens/ 90. Holl), Jan Feldheiser, Ley, Hallerbach (83. Prassel) – Wohlfahrt, Jan Anhäuser.

Schiedsrichter: Yilmaz Yildiz (Ransbach-Baumbach). – Zuschauer: 180.

Tore: 0:1 Jan Anhäuser (62.), 0:2 Markus Wohlfahrt (74.).

RZ Kreis Neuwied vom Montag, 19. September 2016
20.09.2016 12:17:07
Karl Meidl
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TUS-Presse