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Rhein-Zeitung (09.04.): VfL Oberbieber-TuS Asbach
Erstellt am 10.04.2018 11:51:08 - TUS-Presse - Reads: [0121] - Karl Meidl
Oberbieber bremst Asbach auf dem Weg nach vorne

Fußball-Kreisliga A Westerwald/Wied TuS ist nach 2:2 fast aus dem Rennen

Oberbieber. In einem Nachholspiel der Fußball-Kreisliga A Westerwald/Wied trennten sich der VfL Oberbieber und der TuS Asbach schiedlich friedlich 2:2 (1:0). Die sommerlichen Temperaturen verlangten beiden Mannschaften alles ab, und es war von vorne herein klar: Wer sich die Kräfte besser einteilen würde, hätte alle Trümpfe in der Hand.

Die Gastgeber starteten furios. Ugur Kayikci wurde gleich zum auffälligsten Akteur als er über die rechte Angriffsseite seinen Gegenspielern einfach davonlief, den Ball auf den Elfmeterpunkt zog und dort Nico Velten sah. Der verzog jedoch aus aussichtsreicher Position. „Wir hätten schnell in Führung liegen können“, trauerte der Trainer der Aubachtaler, Thomas Remark, nach dem Spielende nicht nur dieser Chance nach.

Seine überwiegend junge Mannschaft hatte über die gesamte erste Hälfte mehr vom Spiel, doch der rechte
Kombinationsfluss kam nicht zustande. Das hatte zwei Gründe. Asbach deckte eng und störte kompromisslos, und außerdem ließ der Schiedsrichter durch seine häufigen Unterbrechungen keinen Spielfluss zu. Als die Gäste nach einem plötzlichen Gegenstoß durch einen schönen Doppelpass zwischen Patrick Kozauer und Florin Krautscheid erstmals vor den VfL-Tor auftauchten, nahm die Partie Fahrt auf (21.).

Vier Minuten später musste der Asbacher Torwart Waldemar Komor all seine Routine aufbieten. Lukas Müller hatte im Mittelfeld den Ball erobert, spielte Milenko Vukmirovic in den Lauf, dessen Querpass erreichte Kayikci, doch der scheiterte an Komor. Die Asbacher schienen nicht nur in dieser Situation die rechte Außenbahn zu vernachlässigen. Das VfL-Mittelfeld konnte mehrfach blind dorthin spielen, immer sorgte der schnelle Kayikci für Gefahr.

Mit dem Pausenpfiff bestrafte die Heimelf das allzu lasche Abwehrverhalten des TuS. Wieder brachte Kayikci die Kugel in den Strafraum, diesmal ließ Komor den Ball abklatschen, und im Nachfassen schob Louis Hild ihn ins Netz.

Nach dem Wiederbeginn hatte Oberbieber erneut die erste Möglichkeit, aber Arden Marazyan kam nach einem langen Pass nicht richtig hinter den Ball. Asbach kam aber in der Folge wesentlich besser in die Partie, besonders in Person von Jeron Blesgen. Der ackerte für zwei, erkämpfte viele Bälle und verteilte sie erfolgversprechend. Der Ausgleich in der 72. Minute fiel dennoch aus heiterem Himmel. Blesgen zog von der rechten Außenlinie ab, und der Sonntagsschuss landete unhaltbar zum 1:1 im langen Eck. Das war das Signal für die Gäste. Sie taten jetzt mehr für die Offensive. Der eingewechselte Marco Huhn sorgte für Verwirrung und ließ knapp zehn Minuten nach dem Ausgleich seinen Gegenspieler stehen. Die Abwehr des VfL schien Ulli Sessenhausen völlig aus den Augen verloren zu haben. Der bekam zwangsläufig keine Probleme mit der Führung für die Gäste (82.).

Die Schlussphase entschädigte für die bis dahin durchwachsenen Darbietungen. Der direkte Gegenzug brachte Hermann Wechter in allerbeste Position, doch er vertändelte. Oberbieber versuchte nun noch mal alles. Ein wenig Dummheit im Abwehrverhalten der Asbacher verhalf dem Remark-Team zum letztlich gerechten 2:2. Obwohl Komor die Situation unter Kontrolle hatte, foulte Sessenhausen im Strafraum einen VfL-Angreifer. Den fälligen Strafstoß verwandelte Vukmirovic sicher zum 2:2-Endstand.

„Kompliment an meine junge Mannschaft, dass sie nach dem Rückstand noch mal aufgestanden ist und sich damit verdient für den Riesenaufwand belohnt hat“, sagte Remark, der voll des Lobes war. Sein Ziel nun: „Wir wollen in der Rückrunde ungeschlagen bleiben.“ Gästetrainer Dirk Gras war sich sicher, dass in der zweiten Spielhälfte für seine Jungs mehr drin gewesen wäre: „Wir haben in der ersten Hälfte nicht gut gespielt, aber waren später sicherlich spielerisch das bessre Team und hatten gegen Ende alle Möglichkeiten, die Partie noch für uns zu entscheiden.“

VfL Oberbieber: Telocka – Regehr, Hild, Blechschmidt, Alimi – Marazyan, Kayikci (88. Gessler), Wechter – Müller, Vukmirovic, Velten(50. Rib).

TuS Asbach: Komor – Römer (75. Huhn), Krämer, Kilian Limbach, Amelong (65. Wallau) – Kozauer, Tristan Limbach, Hermann – Blesgen, Sessenhausen – Florian Krautscheid.

Schiedsrichter: Wichard Pirngruber (Koblenz). – Zuschauer: 110.

Tore: 1:0 Louis Hild (45.), 1:1 Jeron Blesgen (72.), 1:2 Ulli Sessenhausen (83.), 2:2 Milenko Vukmirovic (88. Foulelfmeter).
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